Mittwoch, 24. April 2019

Fließbandarbeiter klagen Tesla bestreitet Fälle von Diskriminierung und Rassismus

Tesla-Fabrik in Fremont: Der Autobauer wehrt sich gegen Vorwürfe und Berichte, das Unternehmen ginge Beschwerden wegen sexueller und rassistischer Diskriminierung nicht nach

2. Teil: Tesla: Bislang kein einziger Fall von Diskriminierung nachgewiesen

Tesla weist die erhobenen Vorwürfe in einem vom "Guardian" zur Verfügung gestellten Download entschieden zurück, ohne im Detail auf die Vorwürfe einzugehen. Vielmehr wird in dem Statement betont, dass Tesla bislang kein einziger Fall möglicher Diskriminierung habe nachgewiesen werden können.

Tesla beschäftige 33.000 Menschen, 10.000 arbeiteten allein in der Fabrik in Fremont, da ließen sich mögliche Verfehlungen einzelner nicht gänzlich ausschließen. Das Unternehmen nehme diese Vorwürfe ernst und ginge ihnen selbstverständlich nach. Wenn Tesla einen Fehler mache, übernehme es dafür die volle Verantwortung, setze sich aber genauso gegen Verleumdungen entschieden zur Wehr.

In dem Fall des schwulen Mitarbeiters und seines ihn mobbenden Vorgesetzten habe es sich zudem nicht um Angestellte von Tesla, sondern Beschäftigte eines für Tesla arbeitenden Subunternehmens gehandelt, betonte Tesla in dem Statement weiter. In der Stellungnahme beschreibt sich der Elektroautohersteller umgekehrt geradewegs als Opfer von Anwälten, die das Unternehmen wegen seines bekannten Namens verklagten, um möglichst viel Aufmerksamkeit für ihren Fall zu erreichen.

Tesla reagiert wohl auch deshalb so sensibel auf die Vorwürfe, weil der Fall Uber und andere im Silicon Valley lehren, wie schnell ein Unternehmen durch behauptete oder tatsächliche sexuelle Übergriffe einzelner Mitarbeiter in Verruf geraten kann. Bei dem Fahrdienst-Vermittler führte dies letztlich zum Rücktritt von Gründer Travis Kalanick. Google wiederum sah sich gezwungen, Spitzenmanager wegen frauenfeindlicher Diskriminierungen vor die Tür zu setzen.

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