Trotz Chip-Krise Tesla meldet neuen Auslieferungsrekord

Chip-Krise, welche Chip-Krise? Tesla hat im ersten Quartal trotz Produktionsstopp mehr Autos gebaut und zugleich einen Auslieferungsrekord erzielt. Einzelne Experten trauen Elon Musk in diesem Jahr 70 Prozent mehr Verkäufe zu.
Begehrt auch im Reich der Mitte: Die Nachfrage nach Elektroautomodellen von Tesla in China steigt und zugleich auch die Tesla-Produktion im Werk von Shanghai

Begehrt auch im Reich der Mitte: Die Nachfrage nach Elektroautomodellen von Tesla in China steigt und zugleich auch die Tesla-Produktion im Werk von Shanghai

Foto: SUN YILEI / REUTERS

Aktien von Tesla  haben am Ostermontag an der New Yorker Börse in der Spitze um mehr als 7 Prozent zugelegt und die Marke von 700 Dollar übersprungen. Der Elektroautobauer hatte am Karfreitag  von 184.800 ausgelieferten Elektroautos im ersten Quartal dieses Jahres berichtet. Gegenüber dem Vorquartal ist das ein Plus von 2 Prozent und damit ein neuer Auslieferungsrekord. Analysten hatten laut Bloomberg  im Schnitt lediglich rund 170.000 ausgelieferte Fahrzeuge erwartet.

Mit 182.780 Model 3 und Model Y stellten die etwas günstigeren Modelle den Löwenanteil der Auslieferungen, den Rest bildeten bereits im vergangenen Jahr produzierte Model S und Model X. Die Produktion stieg laut Tesla im ersten Quartal trotz des von vielen Wettbewerbern beklagten Chip-Mangels auf 180.338 Model 3 und Model Y. Auch Tesla hatte in seinem Werk in Fremont (Kalifornien) für zwei Wochen die Produktion aussetzen müssen. Mit anderen Worten: Tesla produzierte im ersten Quartal keines der kostspieligeren Modelle S und X, wie CNBC berichtet . Zahlen zu Umsatz und Gewinn will Tesla später mit der kompletten Bilanz zum ersten Quartal nennen.

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Die meistverkauften Elektroautos der Welt

Foto: Ding Ting / imago images/Xinhua

In einem Statement erklärte Tesla, dass der Autobauer von der starken Aufnahme des Model Y in China ermutigt sei. Das Unternehmen hatte vor einem Jahr mit der Produktion des kompakten SUV begonnen. Nach Einschätzung des Analysten Dan Ives von Wedbush deuteten die jüngsten Zahlen auf eine weltweit aufgestaute Nachfrage zugunsten der günstigeren Tesla-Modelle hin, die die nächste Wachstumsphase einläuten werde. Der Experte traut Tesla im laufenden Jahr laut Bloomberg bis zu 850.000 Auslieferungen zu. Im Vorjahr hatte Tesla 500.000 Elektroautos an den Mann und die Frau übergeben gebracht.

Analysten erwarten, dass der angekündigte 2,3 Billionen Dollar schwere Infrastrukturplan von US-Präsident Joe Biden (78) auch Tesla durch weitere, erhöhte Steuervergünstigungen für Käufer von Elektroautos zugutekommen dürfte.

Tesla fertigt aktuell nur das Model S und X in seiner Fabrik im kalifornischen Fremont und das kleinere Model 3 und Y sowohl dort als auch in seinem Werk in Shanghai. Elon Musk will in diesem Jahr zwei weitere Fabriken hochziehen, eine in Texas und eine in Grünheide bei Berlin. Tesla schlüsselt die Verkäufe nicht geografisch auf, doch gelten die USA und China als die größten Märkte des Autobauers.

rei