Donnerstag, 27. Februar 2020

Ohne Steuerbonus läuft deutlich weniger Tesla-Absatz in Kalifornien bricht um fast die Hälfte ein

Tesla-Fabrik in Kalifornien: Sozusagen im Mutterland des Elektroautobauers ist der Absatz der E-Fahrzeuge im abgelaufenen Quartal drastisch gefallen

Der Elektroauto-Pionier Tesla hat bei Neuzulassungen in Kalifornien massive Einbußen einstecken müssen. Der in der Nacht zu Donnerstag (MEZ) veröffentlichte Bericht des KfZ-Marktdaten-Analysten Dominion Cross-Sell zeigte, dass die Zulassungen in Kalifornien im vierten Quartal um 46,5 Prozent auf 13.584 gesunken sind von 25.402 im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Der massive Rückgang sei laut Bericht auf die ausgelaufene Steuergutschrift in 2019 für Tesla-Käufer zurückzuführen. Eine bestehende Steuergutschrift in Höhe von 7500 US-Dollar für Elektrofahrzeuge (EVs), läuft über 15 Monate aus, sobald ein Autohersteller 200.000 Verkäufe erzielt hat. Tesla erreichte dies im Juli 2018. Der E-Autobauer reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

Im Jahr 2019 lieferte Tesla insgesamt rund 367.500 Fahrzeuge aus. Damit steigerte sich Tesla um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Tesla war mit seiner Absatzprognose im vergangenen Jahr zurückgerudert und hatte zuletzt eine Spanne zwischen 360.000 bis 400.000 angegeben.


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Die Tesla-Aktie Börsen-Chart zeigen hat seit Monaten einen enormen Lauf, auch weil die Anleger auf schnelle Absatzerfolge der E-Autos mit der neuen Fabrik in China setzen. Tesla ist an der Börse derzeit mehr wert als General Motors und Ford zusammen. Dabei hat der Konzern von Elon Musk in seiner zwölfjährigen Geschichte gerade mal vier Quartale mit Gewinnen abgeschlossen.

Selbst der weltgrößte Pkw-Bauer Volkswagen liegt mit einem Börsenwert von umgerechnet 101 Milliarden Dollar nur etwas höher als Tesla, dabei baut VW drastisch mehr Autos. Das US-Unternehmen gilt aber als weltweit führend in Fahrzeug-Elektronik und Batterietechnik.

rei mit Reuters

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