Autovermieter Sixt feiert höchsten Gewinn der Geschichte

Unter Führung der Sixt-Brüder hat das Mobilitätsunternehmen einen Umsatz- und Gewinnsprung gemacht. Auch weil die Co-Chefs höhere Preise durchsetzen konnten. Und 2022 soll es noch besser werden.
Brüderchefs: Die Firmenchefs Alexander (l.) und Konstantin Sixt haben gute Laune, hier auf einer Veranstaltung des manager magazins im Herbst 2021

Brüderchefs: Die Firmenchefs Alexander (l.) und Konstantin Sixt haben gute Laune, hier auf einer Veranstaltung des manager magazins im Herbst 2021

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Wolfgang von Brauchitsch

Der Autovermieter Sixt hat getrieben von einer starken Nachfrage und höheren Preisen das Jahr 2021 mit dem höchsten Vorsteuergewinn seiner Geschichte abgeschlossen. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 stieg das operative Ergebnis vor Steuern im vergangenen Jahr um gut 43 Prozent auf 442,2 Millionen Euro, wie der SDax-Konzern auf Basis vorläufiger Zahlen am Mittwoch in Pullach mitteilte. Im ersten Corona-Jahr 2020 war das Unternehmen hier noch in die roten Zahlen gerutscht.

Unter Führung der Brüder und Co-Chefs Alexander Sixt (42) und Konstantin Sixt (39) hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr höhere Preise durchsetzen können. Weil der Autovermieter die Nachfrage infolge fehlender Wagenauslieferungen nur bedingt bedienen konnte, stiegen die Preise für die Mietwagenkunden. Entsprechend erholte sich der Konzernumsatz 2021 gegenüber dem Vorjahr um fast die Hälfte auf knapp 2,3 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente Sixt 313,2 Millionen Euro, nachdem das Unternehmen im Jahr zuvor noch gerade so um einen Verlust herumgekommen war.

"Man kann behaupten, dass wir die Krise als Chance genutzt haben", sagte Co-Chef Konstantin Sixt. Die Kosten seien um 350 Millionen Euro gedrückt worden. Und auch im neuen Jahr werde das Familienunternehmen vom Marktumfeld profitieren: "Wir gehen davon aus, dass die Preise noch weiter steigen könnten." Für 2022 wollen die Sixt-Bürder den Umsatz "deutlich steigern" sowie ein Vorsteuerergebnis von 380 bis 480 Millionen Euro vorweisen.

Bereits am Vorabend hatte Sixt Details zur Dividende für das abgelaufene Jahr bekanntgegeben. So will der Vorstand je Stammaktie 3,70 Euro ausschütten, pro Vorzugsaktie sollen es jeweils zwei Cent mehr sein. Das ist deutlich mehr, als Analysten erwartet hatten.

Sixt könnte noch im März in den MDax aufsteigen – der zur Deutschen Börse gehörende Index-Anbieter Qontigo wird über den möglichen Wechsel am Donnerstagabend nach Börsenschluss informieren.

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