Freitag, 22. November 2019

Krise in der Automobilindustrie Konjunkturschwäche zwingt Schaeffler zu Kurzarbeit

Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach (Bayern): Die Krise in der Automobilindustrie macht dem Autozulieferer schwer zu schaffen

Es deutet sich schon länger an, aber jetzt wird es offenbar konkret: Die Konjunkturschwäche in der Autoindustrie zwingt den fränkischen Autozulieferer Schaeffler zu Kurzarbeit. Die Maßnahme sei für den Bereich Sondermaschinenbau am Standort Frauenaurach (Erlangen) geplant, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Sie bestätigte damit einen Bericht des Nachrichtenportals Nordbayern.de.

Die Kurzarbeit solle im September beginnen "und bis auf weiteres erfolgen". Eine grundsätzliche Einigung mit dem Betriebsrat habe die Unternehmensleitung getroffen, weitere Einzelheiten würden aber derzeit noch geklärt.

In dem betroffenen Unternehmensbereich arbeiteten etwa 400 Mitarbeiter - nicht alle müssten in die geplante Kurzarbeit gehen. Zu den Hintergründen erklärte die Sprecherin: "Ziel der Maßnahmen wie Überstundenabbau und Kurzarbeit ist, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden." Bereits im März hatte das SDax -Unternehmen erste Maßnahmen angekündigt, darunter auch Stellenabbau.

Zulieferer in Not: Die Tragödie der Maria-Elisabeth Schaeffler

Schaeffler beschäftigt nach eigenen Angaben an 170 Standorten in 50 Ländern rund 92.000 Menschen. Das Unternehmen hatte vor kurzem seine Prognose für Umsatz und Gewinn für das laufende Jahr senken müssen. Beim Umsatz rechnet Schaeffler währungsbereinigt mit einem Abschluss um das Vorjahresniveau von 14,2 Milliarden Euro und einer Marge beim Betriebsergebnis (EBIT) von 7 bis 8 Prozent. 2018 war noch eine Marge von 9,7 Prozent erreicht worden.

cr/dpa-afx

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