Krise in der Automobilindustrie Bei Schaeffler könnten bald die Bänder stillstehen

Schaeffler-Zentrale in Herzogenaurach (Bayern): Die Krise in der Automobilindustrie macht dem Autozulieferer schwer zu schaffen

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Im Sog einer weltweiten Branchenflaute muss der fränkische Automobilzulieferer Schaeffler (Kurswerte anzeigen) kürzertreten. An mehreren Standorten des SDax-Unternehmens könne in der zweiten Jahreshälfte tageweise der Betrieb stillstehen, sagte eine Unternehmenssprecherin am Montag. Sie bestätigte damit Informationen des Bayerischen Rundfunks. Für die sogenannten Schließtage kämen etwa "Brückentage" zwischen Feiertagen und Wochenenden infrage.

Die Schaeffler-Gruppe mit Sitz in Herzogenaurach in Mittelfranken sei wie die gesamte Automobil- und Zulieferindustrie von einem volatilen Marktumfeld und dem technologischen Veränderungsdruck betroffen. Schaeffler habe deshalb bereits im März erste Maßnahmen angekündigt, darunter auch Stellenabbau.

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Für die Zukunft sei auch Kurzarbeit nicht ausgeschlossen. "Der Umfang der Maßnahmen kann sich an den einzelnen Standorten unterscheiden", sagte die Unternehmenssprecherin. Unter anderem sei vereinbart worden, Arbeitszeitkonten abzubauen. "Ziel der gesamten Maßnahmen ist unverändert, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", teilte Schaeffler mit.


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Schaeffler beschäftigt nach eigenen Angaben an 170 Standorten in 50 Ländern rund 92.000 Menschen. Das Unternehmen hatte vor kurzem seine Prognose für Umsatz und Gewinn für das laufende Jahr senken müssen. Beim Umsatz rechnet Schaeffler währungsbereinigt mit einem Abschluss um das Vorjahresniveau von 14,2 Milliarden Euro und einer Marge beim Betriebsergebnis (Ebit) von 7 bis 8 Prozent. 2018 war noch eine Marge von 9,7 Prozent erreicht worden.

mg/dpa-afx