Freitag, 18. Oktober 2019

Zulieferer in der Krise Schaeffler baut bis zu 1300 weitere Stellen ab

Schaeffler-Hauptsitz in Herzogenaurach (Archivaufnahme, 2017)

Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler will in Deutschland bis zu 1300 weitere Arbeitsplätze streichen. Ein Sprecher bestätigte am Mittwoch im fränkischen Herzogenaurach die Pläne, über die die "WirtschaftsWoche" berichtet hatte. Die Abbaupläne betreffen erstmals auch die Industriesparte des Wälzlager-Spezialisten, die als stabiler gilt.

Im März hatte Schaeffler in der Autozuliefersparte den Abbau von 900 Stellen in Europa angekündigt, 700 davon in Deutschland. Der Konzern leidet unter dem Abschwung in der Automobilindustrie und unter dem Trend zur Elektromobilität. Weltweit beschäftigte Schaeffler Ende Juni 90.500 Mitarbeiter, rund 2000 weniger als Ende 2018.


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Der nun beschlossene Abbau beruhe auf dem Prinzip doppelter Freiwilligkeit, sagte der Sprecher. Der Mitarbeiter muss ebenso damit einverstanden sein wie das Unternehmen. Je nach Alter kämen Abfindungen, Vorruhestand oder Altersteilzeit in Frage. Die finanziellen Folgen des neuerlichen Abbaus ließ Schaeffler zunächst offen.

Mehr zur Krise der deutschen Auto-Zulieferer erfahren Sie in unserem Podcast:

luk / reuters

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