Mittwoch, 27. Mai 2020

Milliardär und Investor Ron Baron pusht Tesla-Kurs "Tesla könnte das größte Unternehmen der Welt werden"

Man kennt sich: Elon Musk (links) bei einer Investmentkonferenz von Baron Capital im November vergangenen Jahres mit keinem geringeren als Chef Ron Baron selbst
YouTube / Baron Capital
Man kennt sich: Elon Musk (links) bei einer Investmentkonferenz von Baron Capital im November vergangenen Jahres mit keinem geringeren als Chef Ron Baron selbst

An Selbstvertrauen fehlt es Tesla-Chef Elon Musk bekanntlich nicht. Und seine Vision, das Autofahren auch für den Massenmarkt zu revolutionieren, steckt die Menschen an: Schlange stehende Model3-Fans ebenso wie die Aktionäre. Parliert Musk über seine Absatzvision, wie zuletzt zur Vorstellung des Model 3, steigt die Aktie mal flugs um 5 Prozent.

Für Musk sind derlei Kurssteigerungen eminent wichtig, denn nicht zuletzt mit dem Verkauf von Tesla-Aktien will er die notwendigen Milliardeninvestitionen einspielen, die für das Model 3 nötig sind, das ab 2018 den Massenmarkt für Elektroautos erobern soll.

Zur Erinnerung: Mit 17 Dollar startete das Papier im Sommer 2010 an die Börse. Lange Zeit interessierte sich kaum jemand für die Aktie, bis dann im Mai 2013 ihr kometenhafter Anstieg begann. Vom vorläufigen Höhepunkt bei 280 Dollar im Sommer 2015 brach der Titel bis Mitte Februar dieses Jahres auf rund 150 Dollar ein, notierte rund zwei Monate später wieder bei 250 Dollar.

Gewinne schreibt Tesla immer noch nicht. Insofern bleibt ein Investment in die Aktie gerade mit Blick auf den geplanten Einstieg in den Massenmarkt ein großes Risiko, warnen Analysten - wenn nicht gar eine Glaubensfrage.

Einer scheint ganz fest daran zu glauben: Milliardär und Langfristinvestor Ron Baron, Chef der Investmentgruppe "Baron Capital Group". Nicht nur, dass er sich vorstellen könnte, seine im Schnitt für 210 Dollar erworbenen Tesla-Aktien die nächsten 10 bis 20 Jahre zu halten. Auch satte Kursgewinne sagt der Mann voraus: "Ich denke, wir können in dieser Zeit allein mit diesem Investment zwischen 6 und 7 Milliarden Dollar Gewinn einspielen."

Tesla, so parlierte Baron bei CNBC weiter, habe das Zeug dazu, zum größten Unternehmen der Vereinigten Staaten aufsteigen, ja sogar der ganzen Welt.

Kaum hatte sich Barons Einschätzung zu Tesla Börsen-Chart zeigen wie ein Märchen aus 1000 und 1 Nacht verbreitet, zog das Papier kräftig an und schloss am Dienstag 5,3 Prozent fester bei 232 Dollar.

Baron, der umgerechnet etwa 1,4 Millionen Tesla-Aktien besitzt, dürfte mit diesem Kurzinterview mal eben um 15 Millionen Dollar reicher geworden sein - Kurspflege in Reinkultur.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung