Erstes E-Auto für 2023 geplant Rolls-Royce will ab 2030 keine Verbrenner mehr bauen

Als zweite BMW-Marke nennt nun auch Rolls-Royce ein konkretes Datum für den Verbrenner-Ausstieg. Damit zieht der britische Luxusautohersteller mit Rivalen wie der Volkswagen-Tochter Bentley und Jaguar gleich.
Getarnter Prototyp: Unter der Verkleidung befindet sich das erste E-Auto von Rolls-Royce, der "Spectre"

Getarnter Prototyp: Unter der Verkleidung befindet sich das erste E-Auto von Rolls-Royce, der "Spectre"

Foto: Rolls-Royce / dpa-tmn

Die britische Luxusmarke Rolls-Royce will in drei Jahren ihr erstes vollelektrisches Fahrzeug auf den Markt bringen. Der Elektro-Rolls-Royce werde "Spectre" heißen und im Herbst 2023 starten, sagte der Vorstandschef der BMW-Tochter, Torsten Müller-Ötvös, am Mittwoch im englischen Goodwood. Ab 2030 will Rolls-Royce dann keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr produzieren oder verkaufen.

Hauptmarkt für die elektrischen Modelle dürften China und die USA bleiben, wo Rolls-Royce heute jeweils 30 Prozent seiner Autos verkauft. Dahinter folgen Europa mit 15 bis 20 Prozent - davon entfällt fast die Hälfte auf England -, das übrige Asien mit 15 Prozent und der Nahe Osten mit 10 Prozent.

Damit haben sich die beiden kleineren BMW-Marken zu einem reinen Elektrokurs bekannt: Auch Mini will ab 2030 nur noch Elektroautos verkaufen. BMW selbst will sich dagegen nicht auf ein Enddatum für die Verbrenner festlegen, sondern macht dies auch von der Nachfrage abhängig. BMW-Chef Oliver Zipse (57) hat als Ziel genannt, dass 2030 jeder zweite neue BMW nur noch mit einem Batterieantrieb fährt. Sollten in bestimmten Märkten schneller nur noch Elektroautos gekauft werden, werde BMW aber liefern können. Die Münchener bringen noch in diesem Jahr mit dem i4 und dem iX zwei neue, rein elektrische Modelle auf den Markt.

Rolls-Royce gehört seit 1998 zur BMW Group und erzielte im vergangenen Jahr mit rund 2000 Mitarbeitern einen Umsatz von 11,82 Milliarden britischen Pfund (13,66 Milliarden Euro). Die Fahrzeuge werden größtenteils handgefertigt und nach individuellen Ausstattungswünschen der Kunden veredelt. Jährlich verkaufen die Briten etwa 5000 Fahrzeuge.

mg/dpa-afx, Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.