Unterhalb der Sperrminorität Porsche baut Beteiligung an E-Sportwagenbauer Rimac aus

Porsche erhöht seinen Anteil am kroatischen Elektroantriebsentwickler Rimac. Die Stuttgarter bleiben aber unterhalb einer Sperrminorität. Rimac solle als Zulieferer auch für andere Hersteller attraktiv bleiben.
Elektrisch, luxuriös, teuer: Der Rimac C2 soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen

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Foto: SHANNON STAPLETON / REUTERS

Porsche steckt weitere 70 Millionen Euro in die Partnerschaft mit dem kroatischen Elektrosportwagenhersteller Rimac. Die Beteiligung an Rimac Automobili werde von 15 auf 24 Prozent erhöht, teilte Porsche am Montag mit. Das Unternehmen aus Sveta Nedelja bei Zagreb entwickelt und baut Hochleistungsantriebe und Batteriesysteme, aber auch eigene elektrische Supersportwagen.

"Mit Mate Rimac und seinem Team haben wir einen wichtigen Partner an unserer Seite, der uns insbesondere bei der Entwicklung von Komponenten unterstützt", sagte Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke (54). "Rimac ist auf dem besten Weg, ein Tier-1-Lieferant für Porsche und andere Hersteller im Hochtechnologiesegment zu werden." Tier 1 werden in der Autoindustrie die Zulieferer der obersten Stufe genannt, die direkt an die Hersteller liefern.

Porsche war 2018 als Investor bei Rimac eingestiegen und hatte die Anteile 2019 schon einmal aufgestockt. Über einen weiteren Ausbau der Partnerschaft war schon länger spekuliert worden, auch Berichte über gemeinsame Entwicklungsprojekte machten die Runde.

Porsche betonte, mit den nun 24 Prozent weiterhin keinen beherrschenden Einfluss auszuüben. "Da wir viele Autohersteller weltweit als Kunden haben, ist es sowohl für Rimac als auch für Porsche wichtig, dass wir ein völlig unabhängiges Unternehmen bleiben", sagte Firmengründer Mate Rimac (33). Noch vor einer Woche war in der Branchenpresse spekuliert worden, der Anteil könnte auf 50 Prozent steigen.

ak/dpa-afx