Fusion Renault-Fiat Frankreich fordert Jobgarantien

Frankreich fordert Jobgarantien

Frankreich fordert Jobgarantien

Foto: LUDOVIC MARIN/ AFP

Die französische Regierung besteht bei der geplanten Fusion von Renault mit dem italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler auf Arbeitsplatzgarantien. "Ich habe dem Renault-Chef sehr deutlich gesagt, dass es die erste der Garantien ist, die ich von ihm bei der Aufnahme dieser Verhandlungen wollte", sagte Finanzminister Bruno Le Maire am Dienstag dem Radiosender RTL.

Minister Bruno Le Maire

Minister Bruno Le Maire

Foto: ERIC PIERMONT/ AFP

"Eine Garantie für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Industrieanlagen in Frankreich." Zudem müsse Frankreich im neuen Vorstand vertreten sein. Als weitere Forderung machte Le Maire geltend, dass der neue Konzern führend bei der Entwicklung von Batterien für Elektroautos sein müsse.

Der französische Staat ist mit 15 Prozent an Renault  beteiligt. Bei einem Zusammenschluss würde sich der Anteil auf 7,5 Prozent halbieren, sagte Le Maire. Wegen schärferer Klimavorgaben und steigender Kosten für die Entwicklung von umweltfreundlicheren Motoren und E-Autos steigt auf die Hersteller schon längere Zeit der Druck, Kooperationen und Fusionen zu suchen.


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Fiat Chrysler  und Renault gehen nach eigenem Bekunden davon aus, ihre Kosten nach einem Zusammenschluss um jährlich fünf Milliarden Euro zu senken. Damit hätten sie dann auch mehr Geld für Investitionen in die E-Mobilität zur Verfügung. Das Angebot zur Fusion machte FCA, Renault erklärte am Montag sein Interesse. FCA betonte dabei, kein Werk werde schließen müssen. Eine Entscheidung soll in einigen Tagen oder auch erst in einigen Wochen fallen.

rtr/afp/akn
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