Samstag, 20. April 2019

Qualitätsmängel Die größten Massenrückrufe der Autobauer

General Motors ruft 2,6 Millionen Autos zurück, Toyota jetzt sogar 6,8 Millionen - wegen möglicher oder tatsächlicher Qualitätsmängel ordern Autobauer immer wieder millionenfach Wagen in die Werkstätten zurück. Das kostet die Konzerne Milliarden, und sie verlieren an Image.

GM-Zentrale in Detroit: Wegen der Rückrufe hat der Konzern 1,3 Milliarden Dollar zurückgelegt
Detroit - Der Rückruf wegen defekter Zündschlösser kommt die Opel-Mutter General Motors (GM) teuer zu stehen: Im ersten Quartal wird GM einen Sonderaufwand von 1,3 Milliarden Dollar verbuchen, erklärte das Unternehmen gestern. Die Summe soll die Kosten für Reparaturen decken und beinhaltet die bereits angekündigten 750 Millionen Dollar.

Die Millionensumme scheint vergleichsweise hoch - doch das dürfte auch damit zusammenhängen, dass GM wegen des späten Rückrufs in den USA schwer unter Beschuss geraten ist. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht derzeit, warum GM mit dem Rückruf von 2,6 Millionen Fahrzeugen wartete, obwohl die Probleme mit den Zündschlössern seit mehr als zehn Jahren bekannt waren. Der Defekt hat zu mindestens 13 Todesfällen geführt. Auch der Kongress befasst sich mit dem Fall.

Dabei rufen manche Konkurrenten auf einen Schlag noch deutlich mehr Fahrzeuge zurück, wie unsere Übersicht der größten Rückrufe seit 2009 zeigt.

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