Vorläufige Zahlen 2014 Porsche und Audi verhelfen Volkswagen zu Rekordgewinn

202 Milliarden Euro Umsatz, 12,7 Milliarden Euro Gewinn - Volkswagen ist 2014 trotz einzelner Problem-Regionen in neue Dimensionen vorgestoßen. Auch die Dividende steigt. Den Investoren ist all das nicht genug.
Montage Porsche 918 Spyder: Vor allem die Premiummarken Porsche und Audi trugen 2014 zur Gewinnsteigerung bei, sagen Experten

Montage Porsche 918 Spyder: Vor allem die Premiummarken Porsche und Audi trugen 2014 zur Gewinnsteigerung bei, sagen Experten

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Hamburg - Volkswagen hat den Betriebsgewinn im abgelaufenen Jahr trotz Absatzproblemen in Brasilien und Russland überraschend kräftig gesteigert. Das operative Ergebnis sei um 8,8 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro geklettert, teilte Europas größter Autobauer am Freitag anlässlich einer Aufsichtsratssitzung mit.

Damit lag das Ergebnis am oberen Ende der vom Management prognostizierten Spanne von 10,8 bis 12,8 Milliarden Euro. Analysten hatten mit 12,5 Milliarden gerechnet. Der Konzerngewinn belief sich 2014 nach vorläufigen Zahlen auf rund 11 Milliarden Euro.

Die Dividende soll um je 80 Cent auf 4,80 Euro je Stammaktien  und 4,86 Euro je Vorzugsaktie  erhöht werden. Hier hatten Experten mit mehr gerechnet. Den Anteilseignern war mittelfristig eine höhere Ausschüttungsquote versprochen worden.

Die Aktie verlor am Dax-Ende am Freitag fast 3 Prozent an Wert. Wohl auch deshalb weil Finanzchef Hans Dieter Pötsch die Erwartungen für das laufende Jahr etwas bremste: "Angesichts gedämpfter Wachstumsaussichten in Regionen außerhalb Chinas wird 2015 sicher kein Selbstläufer", sagte Pötsch laut Mitteilung.

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Angeschoben wurde das operative Ergebnis nach Meinung von Experten erneut von den beiden Premiummarken Audi  und Porsche , die zusammen fast zwei Drittel des Gewinns einfahren. Hinzu kamen Einsparungen durch das neue Baukastensystem.

202 Milliarden Euro Umsatz, rund elf Milliarden Euro Nettogewinn

Dagegen schwächelt die Hauptmarke VW, bei der neben hohen Investitionen in die neue Technik auch der Absatzrückgang in mehreren Regionen zu Buche schlagen. Konzernchef Martin Winterkorn hat deshalb ein Sparprogramm aufgelegt, um der Rendite auf die Sprünge zu helfen.

Der Umsatz legte 2014 um knapp 3 Prozent auf 202,5 Milliarden Euro zu. Der Überschuss des Wolfsburger Konzerns schnellte um gut ein Fünftel auf elf Milliarden Euro an. Die Dividende für 2014 soll um je 80 Cent auf 4,80 Euro je Stamm- und 4,86 Euro je Vorzugsaktie erhöht werden. Den Anteilseignern war mittelfristig eine höhere Ausschüttungsquote versprochen worden.

Für das laufende Jahr nimmt sich das Management im Kerngeschäft erneut eine operative Rendite in der Spanne zwischen 5,5 und 6,5 Prozent vom Umsatz vor. Der Konzernumsatz solle um bis zu 4 Prozent steigen. Der große Rivale Toyota hatte im Januar sogar einen leichten Verkaufsrückgang in Aussicht gestellt - damit könnte Volkswagen dieses Jahr zur Nummer eins der Branche aufsteigen.

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rei/rtr
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