Digitalisierung bei Porsche Sajjad Khan soll neuer Car-IT-Vorstand werden

Er war bereits als Cariad-Chef im Gespräch, doch nun führt der Weg des ehemaligen Mercedes-IT-Spezialisten Sajjad Khan in den Porsche-Vorstand. Dort soll er die Digitalisierung des Sportwagenherstellers weiter vorantreiben.
Auf dem Sprung in den Porsche-Vorstand: IT-Experte Sajjad Khan

Auf dem Sprung in den Porsche-Vorstand: IT-Experte Sajjad Khan

Foto: PR

Der Sportwagenbauer Porsche beabsichtigt, seinen Vorstand von sieben auf acht Mitglieder zu erweitern. Sajjad Khan (48) könnte in das Gremium aufgenommen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Dies habe der Aufsichtsrat beschlossen. Wann genau abschließend über die Bestellung von Khan entschieden werden könne, stehe allerdings noch nicht fest.

Der gebürtige Pakistaner mit deutschem Pass gilt als international anerkannter Experte für die Entwicklung intelligenter Software in Fahrzeugen. Bis August 2021 war Khan über sechs Jahre lang bei Mercedes-Benz tätig – zuletzt als Mitglied des Bereichsvorstands von Mercedes-Benz Cars. Als Chief Technology Officer verantwortete er die Entwicklung in den Bereichen Connectivity, Autonomous, Shared & Services und Electric (CASE).

"Wir sind davon überzeugt, dass die erfolgreiche Entwicklung unseres Unternehmens mit der beabsichtigten Erweiterung unseres Vorstands weiter gefördert wird", so Wolfgang Porsche (79), Aufsichtsratschef des Autokonzerns.

Porsche-Vorstandschef Oliver Blume (54) begrüßt es, "mit Sajjad Khan zukünftig einen ausgewiesenen Digital-Experten an Bord zu haben". Das IT-Team werde an entscheidender Stelle verstärkt, zusätzlich könne Khan auch den Volkswagen-Konzern beratend unterstützen.

"Größte Transformation"

"Unsere Branche erlebt die wohl größte Transformation ihrer Geschichte. Wir haben strategische Weichen sehr früh gestellt. Unser Fokus liegt jetzt auf der Umsetzung, die wir gemeinsam mit Khan weiter vorantreiben wollen", so Blume, der seit dem 1. September neben Porsche auch dem Volkswagen-Konzern vorsteht.  Dort hat Blume den Vorstand im Gegensatz zur Porsche gleich zu seinem Amtsantritt verkleinert und das Gremium von zwölf auf neun Positionen verschlankt.

Wann genau Khan, der auch bei der Volkswagen-Softwaretochter Cariad im Gespräch war, seine neue Tätigkeit bei Porsche beginnen wird, ist noch nicht bekannt.

hr
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