Mittwoch, 22. Mai 2019

Abgasbetrug Porsche ruft 21.500 Cayenne zurück

Cayenne-Modelle im Porsche-Werk Leipzig (Archivfoto)

Im Dieselskandal ruft der Autokonzern Porsche europaweit rund 21.500 Fahrzeuge vom Typ Cayenne Diesel mit 3-Liter-Motor zurück. Geplant sei ein Software-Update, teilte Porsche mit. Den Rückruf hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) angeordnet. Zudem verhängte Dobrindt ein Zulassungsverbot für dieses Fahrzeug.

Es sei eine Technik festgestellt worden, die erkenne, dass ein Fahrzeug auf einem Abgasprüfstand stehe, hatte der Minister erläutert. In Tests springe dann eine "Aufwärmstrategie" an, die im realen Verkehr nicht aktiviert werde. "Wir stufen das als unzulässige Abschalteinrichtung ein."

Porsche soll den Einsatz einer illegalen Abschalteinrichtung beim Geländewagen Cayenne nach eigenen Angaben selbst dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gemeldet haben.

Der Sportwagenhersteller verwendet für die Diesel-Variante des Cayenne Motoren der anderen VW-Tochter Audi. Dort hatten Tests ebenfalls eine unzulässige Abgaseinrichtung bei einigen Modellen ans Licht gebracht. Die Software bewirkt, dass erkannt wurde, wenn das Auto auf einem Prüfstand war. Dann wurden die Abgas-Reinigungssysteme angeschaltet, wie Dobrindt Anfang Juni mitgeteilt hatte. "Der Spiegel" hatte den Fall mit eigenen Tests aufgedeckt.

Audi fürchtete schon 2013 aufzufliegen

rei mit dpa

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