Aktien-Boni Porsche-Vorstand winkt Millionenbonus für Börsengang

Bringt Porsche seinen Börsengang erfolgreich über die Bühne, wird sich das auch für den Vorstand und die Mitarbeiter lohnen. Die Beschäftigten erhalten einen "IPO-Bonus".
Geldregen: Porsche- und Volkswagen-Chef Oliver Blume darf mit bis 4,7 Millionen Euro an Aktien-Boni rechnen, für die Vorstandskollegen gibt es weniger

Geldregen: Porsche- und Volkswagen-Chef Oliver Blume darf mit bis 4,7 Millionen Euro an Aktien-Boni rechnen, für die Vorstandskollegen gibt es weniger

Foto: Sven Hoppe / dpa

Volkswagen- und Porsche-Chef Oliver Blume (54) sowie seinen Porsche-Vorstandskollegen winken bei einem erfolgreichen Börsengang des Sportwagenbauers millionenschwere Aktien-Boni. Je nach dem Ausgabepreis für die Vorzugsaktien soll Blume virtuelle Porsche-Aktien für 1,05 bis 3,15 Millionen Euro zugeteilt bekommen, die übrigen Vorstände virtuelle Aktien für 600.000 bis 1,8 Millionen Euro, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht.

Ausgegeben werden sollen die Aktien in drei Tranchen am ersten, zweiten und dritten Jahrestag des Börsengangs – abhängig davon, wie sich die Aktie bis dahin jeweils entwickelt. Im besten Fall könnte Blume damit auf 4,725 Millionen Euro kommen, seine Kollegen auf jeweils 2,7 Millionen Euro.

Porsche-Belegschaft soll ebenfalls profitieren

Auch die Porsche-Belegschaft soll von dem Börsengang profitieren. Insgesamt 250 Millionen Euro will der Stuttgarter Konzern an die 37.800 Mitarbeiter als "IPO-Bonus" ausschütten, wenn die Porsche AG den Sprung an die Börse schafft. Das sind rechnerisch rund 6600 Euro für jeden.

Blumes Doppelfunktion als Vorstandschef der Porsche AG und deren Muttergesellschaft Volkswagen hatte im Vorfeld bei einigen Investoren Stirnrunzeln ausgelöst. Im Börsenprospekt heißt es nun, Blume werde künftig jeweils 50 Prozent seiner Arbeitszeit für Porsche und für VW verwenden. Die Doppelbelastung könne aber dazu führen, dass sich Entscheidungen verzögerten oder gar nicht getroffen würden.

Blumes Grundgehalt bei Porsche ist mit 800.000 Euro niedriger als das bei VW, wo er fast 1,12 Millionen Euro für seinen "Teilzeitjob" erhalten soll. Auch die Leistungsboni in Wolfsburg sind deutlich höher.

Finanzvorstand Lutz Meschke (56) hat als Vorstandsmitglied der Familienholding Porsche SE ebenfalls einen Zweitjob. Er erhalte daher von der Porsche AG nur 85 Prozent des Gehalts, das für einen "Vollzeit-Finanzvorstand" angemessen wäre. Das Gehalt bei der Porsche SE kommt noch dazu.

rei/Reuters
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