Montag, 22. April 2019

Fehlerhafte Verbrauchswerte beim Porsche 911 VW erstattet Selbstanzeige 

Porsche informiert Behörden über fehlerhafte Verbrauchswerte

Der Autobauer Porsche Börsen-Chart zeigen hat bei seinem Sportwagen 911 möglicherweise fehlerhafte Verbrauchswerte angegeben. Daher hat Mutterkonzern Volkswagen Börsen-Chart zeigen den Fall beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) sowie bei den amerikanischen Behörden EPA und CARB angezeigt. Das berichtete SPIEGEL ONLINE.

Betroffen seien Fahrzeuge der Baujahre 2016 und 2017. Porsche bestätigte, dass es um Abweichungen bei den Windwiderstandswerten geht, die bei Tests auf dem Rollenprüfstand zugrunde gelegt werden. Der Sachverhalt werde derzeit noch untersucht, sowohl intern als auch in enger Abstimmung mit der Behörde, hieß es. "Porsche sieht es als Selbstverständlichkeit und Ausdruck seiner Firmenkultur an, die zuständigen Behörden aktiv zu informieren", betonte ein Sprecher.

Der SPIEGEL ONLINE berichtete weiter, Porsche-Chef Oliver Blume habe offenbar mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) telefoniert und den Fall erläutert. Weichen die tatsächlichen Verbrauchswerte zu weit von den ursprünglich angegebenen ab, drohten Schadenersatz- und Steuernachforderungen sowie unter Umständen auch Geldstrafen. Warum die Sportautos mehr Benzin verbrauchen und deshalb auch mehr Kohlendioxid ausstoßen, als in der Typgenehmigung vermerkt, ist bislang unbekannt.


Lesen Sie auch:
Porsche ruft 75.000 Panameras zurück


Einen Zusammenhang zu Fällen, die die Motorsteuerungssoftware betreffen, gebe es nicht, betonte Porsche. Diese Software spielt eine bedeutende Rolle beim Thema illegale Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung von Diesel-Fahrzeugen. Solche Abschalteinrichtungen hatten die Behörden auch in Porsche-Autos entdeckt.

dpa-afx/akn

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung