Matthias Müller kritisiert selbstfahrende Autos "Ein Hype, der durch nichts zu rechtfertigen ist"

Von mm-newsdesk
Porsche-Chef Müller: "Frage mich, wie ein Programmierer entscheiden können soll, ob ein autonom fahrendes Auto im Zweifelsfall nach rechts in den Lkw schießt oder nach links in einen Kleinwagen"

Porsche-Chef Müller: "Frage mich, wie ein Programmierer entscheiden können soll, ob ein autonom fahrendes Auto im Zweifelsfall nach rechts in den Lkw schießt oder nach links in einen Kleinwagen"

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Porsche-Chef Matthias Müller sieht die Visionen des selbstfahrenden Autos skeptisch. "Das autonome Fahren stellt für mich einen Hype dar, der durch nichts zu rechtfertigen ist", sagte Müller vor der weltgrößten Automesse IAA in Frankfurt der Zeitschrift "Auto Motor und Sport". "Ich frage mich immer, wie ein Programmierer mit seiner Arbeit entscheiden können soll, ob ein autonom fahrendes Auto im Zweifelsfall nach rechts in den Lkw schießt oder nach links in einen Kleinwagen."

Anders verhalte es sich mit Assistenzsystemen, die in den Porsche-Modellen eine immer größere Rolle spielen sollen. "Assistenzsysteme werden immer wichtiger werden. Wir können uns auch generell der Domäne der Smart Mobility nicht verschließen", sagte Müller.

Porsche könnte künftig von allen Modellen auch Elektro- und Hybrid-Versionen auf den Markt bringen, so der Porsche-Chef. "Wir denken darüber nach, die Nachfolgemodelle der in Serie befindlichen Baureihen ebenfalls in Elektroauto-Varianten zu bringen."

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Selbst die Porsche-Ikone 911 solle in einer Version mit Elektroantrieb zu haben sein. "Den werden wir in der Nachfolge-Generation ab 2018 auch als Plug-in-Hybriden anbieten, den es dann mit mehr als 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite geben wird, so wie wir es nächstes Jahr schon im Panamera anbieten werden", sagte Müller. Zur Entwicklung der Batterietechnik arbeite die VW-Tochter eng mit der Konzernschwester Audi zusammen.

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ts/dpa-afx/Reuters
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