Freitag, 20. September 2019

Winterkorn-Nachfolge Porsche-Chef Müller: "Ich bin zu alt für VW-Spitze"

Konzernchefs Müller (r.) und Winterkorn: " Bin kein potenzieller Nachfolger"

Wer beerbt in spätestens zwei Jahren Martin Winterkorn als Volkswagen-Chef? Als ein Kandidat galt bislang Porsche-Boss Matthias Müller. Nun nimmt er sich selbst aus dem Rennen.

Stuttgart - Porsche-Chef Matthias Müller hat Spekulationen zurückgewiesen, wonach er die Führung des Mutterkonzerns Volkswagen von Martin Winterkorn übernehmen könnte. "Ich bin kein potenzieller Nachfolger für Herrn Doktor Winterkorn", sagte Müller in Stuttgart.

Der aktuelle Vertrag von Winterkorn läuft bis Ende 2016. Müller sagte, es sei keine Lösung, wenn ein dann 63-Jähriger die Führung von VW übernehme: "Ich bin zu alt für den Job." Bislang hatte der ehemalige Manager bei Audi Börsen-Chart zeigen, der Porsche seit 2010 führt, als einer von vier Kandidaten für die Winterkorn-Nachfolge gegolten.

Porsche Börsen-Chart zeigen ist nach Audi im VW-Konzern der zweitgrößte Gewinnbringer. Von Januar bis September steuerte der Sport- und Geländewagenhersteller aus Stuttgart ein Fünftel zum Konzernergebnis von rund 9,4 Milliarden Euro bei, während Porsche am gesamten Absatz nur einen Anteil von zwei Prozent hatte.

Im vergangenen Jahr hat die Volkswagen-Tochter Börsen-Chart zeigen vor allem mit ihrem neuen Geländewagen Macan den Absatz kräftig gesteigert. Insgesamt seien 189.850 Neuwagen an die Kunden ausgeliefert worden, 17 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Den stärksten Zuwachs erreichte Porsche in China, wo mit fast 47.000 rund ein Viertel mehr Sport- und Geländewagen verkauft wurden.

soc/dpa

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