Elektro-Boom am Automarkt geht weiter Jeder dritte Neuwagen mit alternativem Antrieb

Gestiegene Förderungen haben im Corona-Jahr einen Boom bei E-Fahrzeugen ausgelöst. Die neuesten Zahlen zeigen: Es geht auch 2021 weiter.
Geladen verkauft sich gut: Im Januar war immerhin schon jeder achte in Deutschland verkaufte VW ein reines Elektroauto wie das Modell ID.3

Geladen verkauft sich gut: Im Januar war immerhin schon jeder achte in Deutschland verkaufte VW ein reines Elektroauto wie das Modell ID.3

Foto: Andreas Weihs/ imago images

Von den im Januar 2021 neu zugelassenen 169.754 Pkw verfügten 62.371 Pkw und damit 36,7 Prozent über alternative Antriebe, hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) gezählt. Mehr als ein Drittel aller im Januar neu angemeldeten Pkw fahren also rein batterieelektrisch, mit Plug-in oder Normalhybrid, haben eine Brennstoffzelle, Wasserstoff- oder Gastanks an Bord. Allerdings fielen die absoluten Neuzulassungszahlen über alle Antriebsarten hinweg im Januar deutlich. Der zweite deutschlandweite Corona-Lockdown traf auch die Autohändler erneut: Sie konnten zu Jahresanfang ausschließlich längst bestellte Fahrzeuge in Kundenhand übergeben, Neugeschäft war kaum möglich, da Autohäuser geschlossen waren.

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Der Anteil der alternativen Antriebe am Gesamt-Neuwagenmarkt hat sich gegenüber Januar 2020, als deren Zahl noch bei 15,9 Prozent lag, mehr als verdoppelt. Erstaunlich dabei: Exakt 36.911 im Januar neu zugelassene Pkw nutzen Elektromotoren als wichtige Antriebsquelle – fuhren also rein batterieelektrisch, als Plugin-Hybrid oder mittels Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugtem Strom. Diese Elektroantriebe erreichten laut KBA einen Neuzulassungsanteil von 21,7 Prozent, das ist mehr als eine Verdreifachung im Vergleich zum Vorjahresjanuar.

Der Anteil der Neuwagen mit alternativen Antrieben unterscheidet sich stark nach den Marken. Bei Audi waren 71,2 Prozent aller Neuzulassungen mit einem alternativen Antrieb ausgestattet. bei BMW war es mehr als jeder zweite Neuwagen (57,4 Prozent), bei Mercedes waren es 40,3 Prozent. Ford kam im Januar auf 35,0 Prozent. Jeder vierte Neuwagen der Marke Porsche kam mit einem alternativen Antrieb zur Zulassung. Bei VW (22,7 Prozent) und Mini (22,6 Prozent) war es jeder fünfte.

Bei der Gruppe der Plug-in- und batterieelektrischen Antrieben erreichten Mercedes (28,3 Prozent) und BMW (28,0 Prozent) die größten Neuzulassungsanteile mit Elektroantrieb innerhalb ihrer Flotte. Alle weiteren deutschen Marken hatten Anteile von mehr als 20 Prozent, lediglich Ford (12,9 Prozent) und Opel (10,2 Prozent) lagen darunter.

Im Bereich rein batteriegetriebener Elektroautos erreichten die Marken VW, Smart, Renault und Hyundai jeweils die höchsten Neuzulassungszahlen. Bei VW waren es 4.562 fabrikneue reine E-Autos, das entsprach einem Anteil von 13,3 Prozent an den VW-Zulassungen. Renault kam im Januar auf 1.344 neue Fahrzeugbriefe für reine E-Autos, ihr Anteil an den Renault-Neuzulassungen war 16,4 Prozent. Bei Hyundai entfiel knapp ein Drittel der Neuzulassungen auf reine E-Antriebe, zuletzt wurden exakt 1.281 Hyundai-Elektrofahrzeuge neu registriert.

Smart, Tesla und Polestar schafften innerhalb ihrer Marken bei den Elektro-Antrieben jeweils Anteile von 100 Prozent – kein Wunder: Diese drei Marken verkaufen ausschließlich Fahrzeuge mit reinem batterieelektrischen Antrieb.

wed