IAA-Auftakt: Das war die Partynacht Audi startet Angriff auf Tesla, Daimler grenzt sich von Google ab

Volkswagen und Daimler starten die Internationale Automobil-Ausstellung IAA mit einer pompösen Partynacht. Doch wie viel Grund zum Feiern hat die deutsche Autoindustrie bei all dem Druck durch Apple, Google, Tesla und Co.? manager-magazin.de berichtet live aus Frankfurt.

22:55 Uhr: Wir schließen den Abend mit einem Zitat von Martin Winterkorn, Sieger im Duell mit seinem ehemaligen Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Herrscher über die zwölf Volkswagen-Marken: "Noch nie habe ich an so vielen herausfordernden Zukunftsthemen gleichzeitig gearbeitet wie heute", sagte er eben. Elektroautos, selbstlenkende Fahrzeuge - das alles treibt ihn, aber auch die anderen Aussteller auf der IAA um. Ab morgen schauen wir uns das alles auf der Messe für Sie an - bis dahin einen schönen Abend!

22.50 Uhr: Der Marktstart es Audi e-tron Quattro Concept ist für 2018 geplant, dann wohl unter der Bezeichnung Q6. Führt Hackenberg (65) den Wagen persönlich ein? Auch hier ein Ja, aber ein vorsichtiges: "Das könnte gerade noch hinkommen". Dann hätte Hackenberg die Mission voll erfüllt, mit der ihn VW-Chef Martin Winterkorn betraut hatte, als er ihn zurück zu Audi berief. Hackenberg sollte die Werbeclaim vom Vorsprung durch Technik wieder mit Leben füllen. An diesem Abend sieht es so aus, als könnte dies gelingen.

22.40 Uhr: Am neuen Audi e-tron Quattro hat uns Audi-Chefentwickler Ulrich Hackenberg gerade das Rezept für die 500-Kilometer-Reichweite für den Wagen erklärt. Der entscheidende Punkt: Die Batterie ist so groß wie bei keinem Auto, das bisher gebaut wurde: 95 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Das Tesla Model X kommt auf 90 Kilowattstunden. Dazu liegt der Audi extrem tief und ist niedrig, das senkt den Luftwiderstand. Und schon gilt die gar nicht so alte Volkswagen-Maxime nicht mehr, nach der Elektroautos nicht weiter als 150 Kilometer weit fahren können. Und, Herr Hackenberg, kommt der Wagen dieses Mal wirklich auf die Straße? In den vergangenen Jahren hatte Audi manches Elektroprojekt sang- und klanglos wieder eingestampft. Klare Antwort von Ulrich Hackenberg: "Ja, wenn ich das sage, kommt der Wagen auch!"

Audi-Chefentwickler Ulrich Hackenberg über den e-tron Quattro Concept: "Wenn ich das sage, kommt der Wagen auch!"

Audi-Chefentwickler Ulrich Hackenberg über den e-tron Quattro Concept: "Wenn ich das sage, kommt der Wagen auch!"

Foto: AFP

22.30 Uhr: In der Frankfurter Festhalle bei Daimler wird es merklich leerer. Die Top-Manager haben sich von der großen Bühne zurückgezogen, Anzugträger fachsimpeln in kleinen Gruppen. Es war eine ungewohnte Show, die Daimler diesmal aufgeboten hat: Statt neuer Autos oder Technologien stand diesmal der doch eher abstrakte Begriff Digitalisierung im Rampenlicht. Noch gibt Daimler keine allzu konkreten Antworten auf Fragen nach neuen Produkten oder Geschäftsmodellen. Doch immerhin haben die Stuttgarter den Mut bewiesen, eins der schwierigsten Themen der Branche ein wenig auszuleuchten. Bei Daimlers Weg in die digitale Zukunft zeichnen sich auch die ersten Abgrenzungen zu Google oder Apple ab: Etwa bei der Verwendung von Fahr- und Kundendaten, die Daimler wohl viel restriktiver handhaben will als die IT-Konzerne aus dem Silicon Valley. Wie andere Autokonzerne mit der Digitalisierung zurechtkommen, wollen wir in den kommenden zwei Tagen herausfinden. Für heute wünschen wir noch einen angenehmen Restabend.

Umringt: Daimler-CEO Dieter Zetsche

Umringt: Daimler-CEO Dieter Zetsche

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP

VW präsentiert Super-SUV Bentley Bentayga und den e-tron Quattro

22.08 Uhr: Großes Gedränge bei Volkswagen besonders um zwei Modelle: Den glamourösen Super-SUV Bentley Bentayga und den elektrischen 500-Kilometer- e-tron Quattro wollen alle mal anfassen. Großartig die Picknick-Ausstattung im Bentayga-Kofferraum, mit Champagner-Kühlung und Besteckkasten. Und drinnen dreht sich eine Weißgold-Uhr zur vollen Stunde um die eigene Achse.

Großes Gedränge: Der Bentley Bentayga

Großes Gedränge: Der Bentley Bentayga

Foto: REUTERS

22.00 Uhr: Und Daimler kämpft wie auch andere Hersteller mit dem Innovationstempo der digitalen Welt. Das liegt laut Zetsche bei ein bis zwei Jahren, in der Autobranche kommt aber nur alle sieben Jahre eine neue Autogeneration heraus. Diese beiden Welten zusammenzuführen ist schwierig: Bei digitalen Diensten muss Daimler künftig auch mal damit leben, dass sie zum Start nur zu 90 Prozent ausgereift sind, sagt Zetsche - bei Autos wie der S-Klasse wird es das nie geben, verspricht er.

21.25 Uhr: Ist die Digitalisierung bereits im ganzen Daimler-Konzern angekommen? Noch nicht zu 100 Prozent, gibt ein Mitarbeiter zu. Doch in Sindelfingen gibt es schon mal ein Digital Lab.

21.20 Uhr: Bei Mercedes verlagern sich die Gespräche langsam Richtung Buffet. Dieter Zetsche gönnt sich ein kleines Bier, Thomas Weber lächelt weiter in TV-Kameras.

21.17 Uhr: Die großen Shows sind jetzt vorbei: Nun wollen sich alle die Autos aus der Nähe ansehen. Wir auch!

Foto: AP/dpa

21.15 Uhr: Winterkorn will die VWs zum rollenden Smartphone machen. Angst vor Google und Co.? Eher nicht. "Dass sich die großen IT-Konzerne für das Automobil interessieren, zeigt, wie attraktiv unser Produkt ist", sagt der Konzernchef.

Winterkorns flammender Appell für Elektroautos

21.10 Uhr: Auftritt Martin Winterkorn: Der VW-Chef hält einen flammenden Appell für Elektroautos. Der Audi Q6 und der Porsche seien "Quantensprünge" für die Autoindustrie. 20 weitere Elektroautos sollen noch in den nächsten fünf Jahren von Volkswagen kommen! Ob Toyota angesichts so viel E-Euphorie nicht doch langsam nervös wird?

21.05 Uhr: VDA-Präsident Matthias Wissmann hat sich Mercedes Konzeptauto kurz aus ein paar Metern Entfernung angesehen. Nebenan erklärt Mercedes-Vertriebschef Ola Källenius, bei welchen Kunden Mercedes künftig punkten soll: Bei den Frauen, die Daimler-Boss Dieter Zetsche bereits als das neue China bezeichnet hat. In den USA sei Daimler bei Kundinnen schon sehr erfolgreich, sagt Källenius. Diese Erfolge wolle man nun auch auf andere Märkte übertragen. Sehr viel konkreter wird er leider nicht.

21.01 Uhr: Und nun wieder ein paar Emotionen bei Volkswagen, der neue Porsche 911 Carrera! Nun ja, "neu" ist relativ, zumindest von außen sieht er ein wenig aus wie der alte. Innen stecken aber mancher Paradigmenwechsel: zum Beispiel Turbomotoren statt Saugmotoren. "Über den Schatten" sei Porsche damit gesprungen, sagt Forschungsvorstand Wolfgang Hatz, aber den Spritverbrauch habe die Maßnahme deutlich gesenkt. Und schließlich hat Porsche auch eine Turbo-Tradition. Und siehe da, auch Porsche zeigt einen reinrassigen Stromer - den Porsche Mission E. Chef Matthias Müller will die Porsche-DNA ins Elektrozeitalter transferieren. Der Spaß solle nicht nur für einen Sprint an der Ampel reichen - ein Seitenhieb an Tesla.

Konzeptauto: Der neue Porsche Mission E

Konzeptauto: Der neue Porsche Mission E

Foto: REUTERS

Toyotas Giftpfeile gegen die deutschen Hersteller

21.00 Uhr: Toyota hatte heute schon ein paar Giftpfeile gegen die deutschen Hersteller abgeschossen: Plugin-Hybride würden in näherer Zukunft kaum Käufer finden. Die Japaner setzen weiter stark auf Vollhybride wie den neuen Prius.

20.50 Uhr: Und auch der Tiguan wird elektrisch - mit dem GTE. Er kommt gut 50 Kilometer weit mit Strom, danach springt der Verbrenner ein. Der Wagen hat ein Solardach. Das verlängert die elektrische Reichweite noch ein wenig. Für Volkswagen ist die Plugin-Technik überlebenswichtig, anders kann der Konzern die strengen CO2-Vorschriften kaum einhalten. Bühne frei für Herbert Diess: der Volkswagen-Markenvorstand hat seinen ersten großen Auftritt für die Wolfsburger. Zunächst ein Dankeschön an VW-Chef Martin Winterkorn: "ich bin mit offenen Armen empfangen worden, Sie haben mir den Einstieg leichtgemacht!" Zuvor war Diess bei BMW Kandidat für den Chefposten, konnte sich aber nicht gegen Harald Krüger durchsetzen. Bei VW könnte er eine große Zukunft haben. Diess bekennt sich zur Elektromobilität. In jeder Baureihe werde VW künftig einen Stromer anbieten.

Herbert Diess: "Mit offenen Armen empfangen worden"

Herbert Diess: "Mit offenen Armen empfangen worden"

Foto: REUTERS

20.45 Uhr: Bei Mercedes in der Frankfurter Festhalle ist die Zeit der ganz großen Rede vorbei. Dafür geben Daimler-Chef Dieter Zetsche und Entwicklungsvorstand Thomas Weber im Akkord TV-Interviews vor ihrem silbernen IAA-Konzeptwagen. Weber betont, dass bei dem Fahrzeug das Bedienkonzept vereinfacht wurde - und dass sich das auch bald in einem Serienauto wiederfinden wird. Offenbar weiß Mercedes um die Schwächen seines aktuellen Command-Systems.

20.32 Uhr: Und nun kündigt Audi Chef Rupert Stadler ein echtes IAA-Highlight an, das 500-Kilometer-Elektroauto, einen SUV. Es wird dunkel in der Halle. Da steht er, der e-tron Quattro Concept. Sehr flach, ziemlich lang in petrol. Türgriffe in den Türen versenkt - klar, Audi muss sich an Tesla orientieren. Die Amerikaner bringen ihren ganz ähnlichen Wagen Model X schon in diesen Tagen auf den Markt. Audis Kunden müssen noch drei Jahre warten - mindestens. Dafür soll der Wagen 500 Kilometer mühelos elektrisch schaffen - auch im Autobahnmodus!

Ein echtes IAA-Highlight: Der Audi e-tron Quattro Concept

Ein echtes IAA-Highlight: Der Audi e-tron Quattro Concept

Foto: manager magazin online

20.30 Uhr: Zum Abschluss gibt sich Zetsche selbstbewusst-kämpferisch: Das Automobil, so meint er, hat seine beste Zeit noch vor sich. Für die Umwälzungen der Digitalisierung hat Daimler viele Antworten parat, die Zetsche in seiner Rede kurz angerissen hat. Die Fülle und der Umfang seiner Ausführungen waren durchaus beachtlich - doch so richtig bahnbrechend neue Ansätze waren da noch nicht dabei.

20.25 Uhr: Nun gibt es allerfeinstes Schwarzbrot vom VW-Konzern - den neuen Transporter T6 und den Audi A4. Mit diesen Autos verdient der Konzern viel Geld. Der A4 ist vor allem sehr sparsam geworden, an der Optik hat sich nicht viel geändert - solide Ingolstädter Hausmannskost.

Ein Klassiker in neuer Auflage: Der neue Volkswagen- Transporter T6

Ein Klassiker in neuer Auflage: Der neue Volkswagen- Transporter T6

Foto: manager magazin online

Daimlers Konzeptwagen mit dem Kürzel IAA

20.20 Uhr: Und nach 40 Minuten Rede zeigt Zetsche doch noch ein Auto vor: Einen Konzeptwagen mit dem schönen Kürzel IAA. Doch auch dabei verweist Zetsche auf die Vorteile der neuen, digitalen Welt: So schnell wie dieses Fahrzeug habe Daimler noch nie ein Auto entwickelt.

Intelligent Aerodynamic Automobile: Das Mercedes-Benz Concept "IAA"

Intelligent Aerodynamic Automobile: Das Mercedes-Benz Concept "IAA"

Foto: Daimler

20.17 Uhr: Bugatti kommt mit dem Showcar des Vision Gran Turismo. Mit Slow Travel hat das wenig zu tun, die Motoren übertönen die Musik, die Ventilatoren tauschen die Luft in der Halle mit höchster Kraft aus. Das Auto ist auch als Dank an Fans und Computerspielfreaks gedacht, nicht wirklich für den Massenmarkt.

Konzeptauto: Der Bugatti Vision Gran Turismo

Konzeptauto: Der Bugatti Vision Gran Turismo

Foto: AP/dpa

20.16 Uhr: Auf der Daimler-Bühne wird's derweil schon fast surreal: leuchtende Kugeln mit Mini-Propellern rundum schweben drohnenartig über die Bühne. Dazwischen fahren Tänzer auf elektrischen Rollbrettern Formationen. All das soll für Globalisierung und weltweite Produktionsverbünde stehen, meinte Zetsche zur Einleitung. Aha.

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20.15 Uhr: Fast ein Zusammenstoß auf der VW-Bühne: Zwei Lamborghini Huracan LP 610-4 Spyder entern das Parkett. Für so viel Ego ist eben zu wenig Platz hier.

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20.12 Uhr: Wer viel neues Blech erwartet, hat bei Daimlers Vorabend diesmal wenig zu schauen. Zetsche geht das Thema Digitalisierung ziemlich grundsätzlich an - er erwähnt die konzerneigenen Carsharing-Angebote genauso wie die Auswirkungen auf die Produktion.

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20.10 Uhr: Wow, der Bentley Bentayga. Da geht was bei der VW-Tochter. Der neue Platzhirsch bei den SUVs. sieht so aus als passten da zwei Seat Leons rein. 200.000 Euro, der stärkste und schnellste SUV der Welt. Mit extra Wüstenfunktion für die Scheichs.

Der schnellste SUV der Welt: Volkswagen zeigt den Bentley Bentayga

Der schnellste SUV der Welt: Volkswagen zeigt den Bentley Bentayga

Foto: manager magazin online

20.00 Uhr: Jetzt fahren auch auf der Daimler-Bühne Autos vor - allerdings flüsterleise. Denn Zetsche präsentiert vier Plugin-Hybridmodelle, die mit Elektromotor auf die Bühne surren. Mit einer typischen Präsentation von IAA-Neuheiten entfernt sich Zetsche damit schon recht weit.

Hybrid-Offensive bei Daimler: Zetsche präsentiert vier Plugin-Hybridmodelle mit Elektromotor

Hybrid-Offensive bei Daimler: Zetsche präsentiert vier Plugin-Hybridmodelle mit Elektromotor

Foto: AFP

20.00 Uhr: Der neue Seat Leon Cross Sport Concept befährt die Bühne, mit CEO Jürgen Stackmann. Seat ist VWs lahme Ente sozusagen, die aber wächst, auch weil der Markt in Südeuropa zulegt. Seat als Mittel zum Spannungsaufbau, das funktioniert jedenfalls.

Seat-Chef Stackmann präsentiert den neuen Seat Leon Cross Sport

Seat-Chef Stackmann präsentiert den neuen Seat Leon Cross Sport

Foto: REUTERS

20.00 Uhr: Und jetzt kommt die erste Spitze gegen die neue IT-Konkurrenz: Daimler verdiene sein Geld mit der Hardware, und nicht mit dem Verkauf von Daten wir manche IT-Konzerne. Das soll auch so bleiben, betont Zetsche - bei Mercedes sollen auch die Daten so sicher sein wie es dem Ruf der Marke bei Automobilen entspricht.

Foto: manager magazin online

19.55 Uhr: Bei Volkswagen betritt Chefkommunikator Stephan Grühsem die Bühne, es geht los! Unter anderem auf der Tribüne: Die Kontrolleure Wolfgang Porsche und Berthold Huber, der Gewerkschafter, der bald von Noch-Finanzchef Hans Dieter Pötsch abgelöst wird.

19.50 Uhr: Nach nur zwei Minuten Rede lässt Zetsche die Katze aus dem Sack: Heute soll es um die Digitalisierung gehen - der Wirtschaft, aber vor allem der Automobilwirtschaft. Das veränderte Kommunikationsverhalten der Kunden führt dazu, dass Daimler genauer weiß, was seine Kunden wünschen, meint Zetsche. Nur was das alles für Mercedes verändert, verrät er noch nicht.

Daimler-CEO Dieter Zetsche

Daimler-CEO Dieter Zetsche

Foto: AP

19.45 Uhr: Die internationale Fachpresse möchte unter anderem von Volkswagen wissen: Wie sieht der neue SUV Tiguan aus, in dem Vorstand Herbert Diess vorfahren soll? Und wie kommt der neue Porsche 911 daher, mit Vormann Matthias Müller am Steuer? Last not least fährt Audi-Chef Rupert Stadler gleich im Tesla-Fighter Q6 vor, einem Elektro-Crossover, der 500 Kilometer weit mit einer Batterieladung kommen soll.

19.40 Uhr: Volkswagen hat die Fraport-Arena in verheißungsvolles blau getaucht. Die Glocke hat schon ein paar Mal geläutet. Dort, wo gleich die Autos von morgen vorfahren, stehen noch vier überdimensionale Raumteiler. Auf den Rängen ein nahezu babylonisches Sprachgewirr.

19:40 Uhr: Daimler hat die Tore zur Festhalle geöffnet - hunderte Journalisten und Daimler-Mitarbeiter strömen nun in die Halle. Eine gut 100 Meter lange bis zu 20 Meter breite Bühne haben die Stuttgarter hier zur Verfügung. In wenigen Minuten wird Daimler-Chef Dieter Zetsche hier erklären, was er für die Zukunft der Mobilität in petto hat - und wie er seine neuen Konkurrenten aus der IT-Branche auf Abstand halten will. Die Lichter sind gedimmt - gleich geht es los. Ein Gitter aus lilafarbenen Lasern, pumpende Musik - und ein heres Motto: Nichts weniger als die Zukunft des Automobils will uns Daimler heute nahebringen.

19.30 Uhr: In der Fraport-Arena steigt die Spannung. Alle Volkswagen-Marken zeigen heute, wie sie Toyota langfristig auf Distanz halten wollen. Im ersten Halbjahr hatten die Wolfsburger die Japaner erstmals von der Position des größten Autobauers verdrängt.

Doch für Volkswagen geht es auf dieser IAA nicht nur um Masse. Martin Winterkorn und seine Männer müssen zeigen, wie sie bei den wichtigsten Technik-Trends der Zukunft mithalten: Sie wissen schon: autonomes Fahren, Vernetzung und Elektromobilität zum Beispiel.

Foto: manager magazin online

19.15 Uhr: Daimler bittet seine Gäste seit 18:30 Uhr herein, einige Minuten nach Einlassbeginn drängen sich schon zahlreiche Journalisten vor den Schaltern. So viel Andrang erhöht die Erwartungen. In der Eingangshalle sind aber erstmal nur Smart-Kleinwagen zu sehen, im Aufgang zur Festhalle haben die Stuttgarter einen grellgelben Mercedes G-Geländewagen platziert. Die Dramaturgie des Eintritts geht also vom ganz Kleinen zum Großen - wird Zetsche in seiner Rede ähnlich vorgehen? Das werden wir in Kürze erfahren.

Quietschgelber Smart: Im Foyer der Mercedes-Benz Media Night

Quietschgelber Smart: Im Foyer der Mercedes-Benz Media Night

Foto: manager magazin online

19.05 Uhr: In Kürze steigen die großen Partys von Daimler und Volkswagen. Doch den ersten Punkt macht bei dieser IAA Toyota: Bei einem Vorab-Treffen mit europäischen Managern beschwören diese die Zukunft des Hybridantriebs - trotz billigen Öls, und obwohl viele andere Hersteller diese Antriebsform aus dem Programm nehmen. Inzwischen mache Toyota mit Hybriden so viel Gewinn wie mit keinen anderen Autos, sagt Europa-Manager Johan van Zyl.

Andrang bei der Mercedes-Benz Media Night

Andrang bei der Mercedes-Benz Media Night

Foto: manager magazin online

18.30 Uhr: Ist Frankfurt schon heute jetzt völlig im IAA-Fieber? Noch halten sich die Messe-Anzeichen im Rahmen. Am Hauptbahnhof hängen zwar erste Plakate. Volkswagen stellt einen Mini-Autostand mitten in die Bahnhofsvorhalle. Doch der war am frühen Nachmittag noch mit schwarzen Abdeckungen verhüllt. Der richtig große Messetrubel geht wohl erst los - die Partys von Volkswagen und Daimler geben aber verlässlich einen ersten Vorgeschmack darauf.

18:15 Uhr: Daimlers große IAA-Nacht hat exakt das gleiche Timing, aber einen anderen Ort: Die Stuttgarter ziehen ihre Neuheiten-Vorschau für Journalisten traditionell in der Frankfurter Festhalle direkt am Messegelände ab. Auch hier ist um 18:30 Einlass, um 19:30 geht's mit den Reden los. Und auch hier sind wir in Kürze live vor Ort.

On the Move: Volkswagen fährt vor der Fraport Arena groß auf

On the Move: Volkswagen fährt vor der Fraport Arena groß auf

Foto: manager magazin online

18:05 Uhr: Um 18:30 öffnet VW die Tore, eine Stunde später startet die große VW-Show mit Reden von Konzernchef Martin Winterkorn und allen Markenvorständen. Wir sind bereits zur Veranstaltung unterwegs.

Auf den Messeständen der IAA laufen die letzten Vorbereitungen - bei Volkswagen und Daimler heißt es aber jetzt erstmal: Die Partynacht beginnt

Auf den Messeständen der IAA laufen die letzten Vorbereitungen - bei Volkswagen und Daimler heißt es aber jetzt erstmal: Die Partynacht beginnt

Foto: REUTERS

17:55 Uhr: Zur Volkswagen Group Night, wie der große Abend-Aufschlag der Wolfsburger offiziell heißt, lädt der Konzern eine vierstellige Anzahl an Journalisten ein. Damit diese alle ausreichend Platz finden, haben die Wolfsburger einen Teil der Fraport-Arena gemietet. Die nächsten Stunden werden zeigen, ob sich Europas größter Autokonzern dabei nur selbst in den Himmel lobt - oder ob die Wolfsburger tatsächlich schlüssige Antworten parat haben auf die neue Konkurrenz durch Google, Apple und auch Tesla.

Fotostrecke

IAA 2015: Das wird in Frankfurt aufgefahren

Foto: Bugatti

17:45 Uhr: Es ist ein ungewöhnliches Kräftemessen zwischen zwei deutschen Autoriesen: Nahezu zeitgleich starten Daimler und Volkswagen heute in Frankfurt ihre Vorabendveranstaltungen vor dem Beginn der IAA. Die Partys der beiden Autohersteller sind nicht nur große Show. Sie gelten auch als Gradmesser für die Themen, die die IAA bestimmen werden. Was die beiden Konzerne vorstellen und wie sie sich präsentieren - darüber berichten wir heute Abend live.

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