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Pariser Autosalon: Die wichtigsten neuen Modelle aus Paris

Neue Baureihen und Studien in Paris Mercedes und VW schalten um auf Elektrowende

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Batterie-Designstudie mit 600 Kilometern Reichweite: So sieht der erste echte Elektro-Volkswagen aus

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Der Autohersteller Daimler baut seine Elektro-Palette massiv aus. Bis 2025 wollen die Stuttgarter mehr als zehn reine Elektrofahrzeuge anbieten, verkündete Vorstandschef Dieter Zetsche am Donnerstag auf dem Pariser Autosalon. Bislang war von sechs neuen Elektromodellen bis 2024 die Rede.

Die Fahrzeuge sollen unter einer neuen Marke namens "EQ" laufen. Daimler bietet bislang nur den Smart und die B-Klasse als reine Elektroautos. Zuletzt konzentrierte sich der Konzern vor allem auf die Mischung aus Verbrennungs- und Elektromotor: 2017 sollen zehn Modelle als Hybrid verfügbar sein.

Noch vor 2020 soll das erste Fahrzeug in Form eines Stadtgeländewagens der neuen Marke in Serie gehen. In Paris stellte Daimler das Konzept für ein Elektroauto mit mehr als 500 Kilometer Reichweite vor. "Jetzt legen wir den Schalter um", sagte Zetsche. "Wir sind bereit für den Start einer Elektro-Offensive, mit der wir alle Fahrzeugsegmente von der Kompakt- bis zur Luxusklasse abdecken werden."

Wie viele Autos mit Elektro- oder Hybridantrieb Daimler derzeit verkauft, veröffentlicht das Unternehmen nicht. Bis 2025 soll der Anteil der Elektroautos an allen verkauften Modellen weltweit bei 15 bis 25 Prozent liegen, sagte Zetsche. Im vergangenen Jahr verkaufte Daimler weltweit insgesamt knapp zwei Millionen Fahrzeuge aller Antriebsarten.

Um die Versorgung mit Energie sicherzustellen, investiert der Hersteller weltweit eine Milliarde Euro in den Ausbau seiner Batterieproduktion. 500 Millionen Euro - das hatte Daimler bereits im März angekündigt - sollen in den Ausbau der Batteriefertigung im sächsischen Kamenz fließen.

Daimler-Studie Generation EQ : Ein Elektro-Stadtgeländewagen soll als erstes Fahrzeug der neuen Serie noch vor 2020 auf den Markt kommen

Daimler-Studie Generation EQ : Ein Elektro-Stadtgeländewagen soll als erstes Fahrzeug der neuen Serie noch vor 2020 auf den Markt kommen

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Auch Volkswagen (Kurswerte anzeigen) ruft in Paris den Schwenk vom Verbrennungsmotor hin zum klimaschonenden Elektroauto aus. VW-Markenchef Herbert Diess kündigte an, bis 2020 die neuen Konkurrenten wie den US-Elektroautopionier Tesla oder den heimlich an Autos werkelnden IT-Giganten Apple anzugreifen. "Unsere Zukunft wird elektrisch und völlig vernetzt sein", sagte er zur Präsentation der Designstudie für die elektrische Version von Käfer oder Golf. Während Daimler seine neue Reihe EQ benennt, hat Volkswagen sie I.D. getauft.

Hinter EQ und I.D. verbergen sich die englischen Begriffe "Electric Intelligence" und "Iconic Design". Statt PS und Verbrauch sollen die Kunden künftig Reichweite und Ladezeiten vergleichen. Das Design spielt eine noch größere Rolle als bisher. Daimlers Konzeptauto spielt viel mit der Beleuchtung. VW-Markenchef Herbert preist die einem Smartphone ähnliche Bedienerfreundlichkeit des VW-I.D. an: "Keine Schalter und Hebel mehr, nur noch Bildschirme".

Wann VW und Daimler die Elektro-Serie starten - Und was macht eigentlich BMW?

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Mit einer neuen Elektroauto-Plattform als Basis für eine ganze Modellfamilie hoffen die Hersteller, die Kosten zu drücken. Die Absatzziele des VW-Konzerns weltweit sind ehrgeizig: Zwei bis drei Millionen Stück Jahresabsatz sollen es bis 2025 sein, etwa ein Viertel aller Verkäufe. Daimler sprach bisher von einer Größenordnung im sechsstelligen Bereich.

Mit der Reichweite einer Batterieladung von bis zu 500 Kilometern von Daimlers EQ und 600 Kilometern des neuen Elektro-VWs holen die deutschen Firmen den US-Rivalen Tesla technisch erst in einigen Jahren ein. Das erste Modell der EQ-Familie soll am Ende dieser Dekade in Serie gehen und laut Vertriebschef Ola Källenius ein SUV sein. Das Schnellladen soll pro hundert Kilometer Reichweite fünf Minuten dauern. Insidern zufolge hat Mercedes mindestens sechs Fahrzeuge der Serie in der Planung . VW startet die Serienproduktion 2020.

Tesla will sein günstigeres Modell 3 schon im kommenden Jahr vom Band rollen lassen. Mit mehr Reichweite warten auch die neuen Modelle von Opel, der für 2017 angekündigte Ampera-e, und die neue Langstreckenversion des Renault Zoe auf.

Und was ist eigentlich mit BMW?

Der dritte deutsche Autobauer, BMW, macht sich in Paris zu diesem Thema rar. Nach dem mäßigen Erfolg des vor drei Jahren gestarteten i3, brüten die Münchner just am Pressetag des Autosalons zu Hause über ihrer Elektrostrategie. BMW-Chef Harald Krüger überlässt den Konkurrenten den Platz im Scheinwerferlicht.

Vertriebschef Ian Robertson hielt die Stellung und betonte, in den vergangenen drei Jahren habe BMW mehr als 100.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride verkauft. "Während viele Leute die Zukunft enthüllen, liefern wir heute." Auch BMW arbeite an einer elektrischen Produkt-Pipeline.

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rei/dpa/Reuters
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