Mittwoch, 18. September 2019

Unter 10.000 Euro Opel will Dacia mit Billig-Auto angreifen

"Adam": Opels Kleinster könnte ein Geschwisterchen bekommen
Jürgen Pander
"Adam": Opels Kleinster könnte ein Geschwisterchen bekommen

Opel will auf dem lukrativen Markt für günstige Autos mitfahren: Die GM-Tochter plant ein Einsteigermodell für weniger als 10.000 Euro - eine Kampfansage an die Renault-Tochter Dacia.

Berlin - Die deutsche GM-Tochter Opel erwägt die Einführung eines neuen Billig-Modells, um in diesem Segment Marktanteile etwa gegen Dacia zurückzugewinnen. "Wir glauben, dass es Möglichkeiten für Opel gibt, mit so etwas wie einem Einstiegs-Modell auf den Markt zu kommen", sagte Vorstandschef Karl-Thomas Neumann der "Financial Times" laut Internet-Ausgabe. Für die Konzernmutter General Motors Börsen-Chart zeigen sei aber am wichtigsten, Opel zunächst in die Gewinnzone zurückzuführen.

Führungskreise betonten, Opel plane "kein Billigmodell à la Dacia", schrieb die Nachrichtenagentur dpa. "Sondern ein neues Einstiegsmodell unterhalb von 10.000 Euro - mit dem auch ehemalige Chevrolet-Kunden an die Marke gebunden werden sollen."

Opel-Chef Neumann sagte weiter: "Dacia ist eine große Sache." Nun sei zwar GM definitiv nicht Dacia. "Aber dieses Billig- und Einstiegs-Segment ist sehr interessant." GM schaue sich das definitiv an.

Dacia steigert Absatz im Halbjahr um 18 Prozent

Ähnlich hatte sich Neumann bereits Anfang Juni geäußert. Opel wolle mit zahlreichen neuen Modellen Marktanteile erobern und zusammen mit seiner Schwester-Marke Vauxhall zum zweitgrößten Pkw-Produzenten in Europa aufsteigen, hatte er damals erklärt. Die Gewinnschwelle peilt Opel spätestens 2016 an.

Schwerpunkt von Opel sollten kleinere Autos wie die Kompaktklasse Astra, der Kleinwagen Corsa oder der noch kleinere Adam bleiben. Als Einsteiger-Auto sei auch ein noch kleineres Modell denkbar, sagte Neumann: "Ein Auto unter dem Adam kann ich mir sehr gut vorstellen."

Dacia gehört zu Renault Börsen-Chart zeigen. Der französische Konzern profitierte im ersten Halbjahr erneut von dessen günstigen Modellen und konnte deshalb seinen Absatz in Europa um 18 Prozent steigern. Dacia bietet zum Beispiel sein Modell Sandero in Deutschland für unter 7000 Euro an. Die Fahrzeuge werden in Rumänien gebaut, wo die Löhne im Vergleich zu Westeuropa niedrig sind.

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ts/rtr/dpa-afx

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