Nach Übernahme durch PSA Verkaufsprämie für Opel-Vorstände

Einmal lächeln, bitte! GM-Chefin Marry Barra lobt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann und Vorstandskollegen bis zu 30 Millionen Euro Prämie aus, wenn sie den Verkauf der GM-Tochter an Peugeot über die Bühne bringen

Einmal lächeln, bitte! GM-Chefin Marry Barra lobt Opel-Chef Karl-Thomas Neumann und Vorstandskollegen bis zu 30 Millionen Euro Prämie aus, wenn sie den Verkauf der GM-Tochter an Peugeot über die Bühne bringen

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Dem Vorstand des Rüsselsheimer Autoherstellers Opel winkt bei einem Verkauf an den französischen Konkurrenten PSA Peugeot Citroën eine Millionenprämie. Opels amerikanischer Mutterkonzern GM habe den Managern den Bonus in Aussicht gestellt, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. März).

Voraussetzung sei, dass der beschlossene Verkauf des Unternehmens tatsächlich zustande komme. Nach Informationen aus Opel-Kreisen könnte es sich für die neun Mitglieder der Geschäftsführung um eine Summe von insgesamt 20 bis 30 Millionen Euro handeln. Im Unternehmen sind allerdings auch niedrigere Zahlen im Umlauf.

Opel wollte sich zu den Informationen nicht äußern. GM will die deutsche Tochtergesellschaft inklusive der Opel-Bank für 2,2 Milliarden Euro an PSA verkaufen. Bis zum Jahresende soll die Übernahme auch juristisch abgeschlossen werden. Es fehlen zum Beispiel die Genehmigungen der Kartellbehörden.

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Die von GM offerierten Prämien wären nach Informationen aus Unternehmenskreisen unabhängig davon, ob die Vorstände Opel verlassen. PSA-Chef Carlos Tavares hatte der Opel-Spitze öffentlich angeboten, sie könnten ihre Ämter auch unter französischer Führung behalten. Ob Karl-Thomas Neumann Opel-Chef bleiben wird, gilt als unklar. Neumann verkaufte in den vergangenen Wochen bereits einen Teil seiner GM-Aktien. Allein zwischen dem 10. und dem 21. Februar kassierte er so 4,15 Millionen Dollar. Der beabsichtigte Verkauf von Opel an PSA wurde öffentlich am 14. Februar bekannt.

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