Montag, 20. Mai 2019

Kurzarbeit und Altersteilzeit Opel einigt sich mit Betriebsrat und IG Metall

Vorruhestand und Altersteilzeit, Kurzzeitarbeit sowie teilweises Aus für Leiharbeiter sollen die Arbeits- und Personalkosten reduzieren.

Der Umbau vonOpel ist im vollen Gange. Am Freitag meldete der Autobauer, dass er mit den Arbeitnehmervertretern eine umfassende Sozialvereinbarung getroffen habe, um Personal- und Arbeitskosten an den deutschen Standorten abzubauen. Das teilten Opel, der Betriebsrat und die IG Metall gemeinsam mit.

Die im Sommer vom französischen PSA -Konzern übernommene Gesellschaft bietet demnach den Beschäftigten Vorruhestand und Altersteilzeit an. In den Verwaltungs- und Entwicklungsabteilungen soll für die erste Jahreshälfte Kurzarbeit beantragt werden, während in den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern Leiharbeiter gehen müssen. Im Werk Eisenach werde die bereits genehmigte Kurzarbeit fortgeführt.

Exakte Größenordnungen zur geplanten Kurzarbeit wurden ebenso nicht genannt wie eine Zielgröße der einzusparenden Stellen. Opel will eigenen Ankündigungen zufolge schnell deutlich profitabler werden, bei der Sanierung aber auf Werkschließungen und betriebsbedingte Kündigungen verzichten.

Um die Sparvorgabe von zunächst 1,1 Milliarden Euro jährlich zu erreichen, wurde zudem der Opel-Einkauf mit der entsprechenden PSA-Einheit zusammengelegt. Opel hatte gemeinsam mit der Schwestermarke Vauxhall europaweit zuletzt rund 38.000 Beschäftigte, davon rund die Hälfte in Deutschland.

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