Sonntag, 17. November 2019

Opel verkauft Teil seines Entwicklungszentrums an Segula 2000 Opelaner sollen Segulaner werden

Opel-Entwicklungszentrum: Partnerschaft mit Segula Technologies

Der Autobauer Opel hat sich mit dem französischen Ingenieursdienstleister Segula Technologies über den Verkauf eines Teils seines Entwicklungszentrums geeinigt. Wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten, unterzeichneten sie einen Vertrag über eine strategische Partnerschaft.

Demnach sollen "bis zu 2000" der rund 7000 Mitarbeiter zu Segula wechseln. Der bis Juli 2023 vereinbarte Kündigungsschutz für die Beschäftigten im Entwicklungszentrum habe weiterhin Bestand.

Über die finanziellen Details vereinbarten die Unternehmen Stillschweigen. Sie erwarten den Abschluss des Geschäfts bis Sommer 2019. Wie Segula mitteilte, sollen sich die Mitarbeiter am neuen Standort zunächst weiter um die Autoentwicklung kümmern. Ziel sei aber, später auch andere Branchen zu bedienen.

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Ingenieure haben angeblich nicht mehr genug zu tun

Die Rüsselsheimer Ingenieure hatten laut Unternehmensangaben nach dem Rückgang der Aufträge von Voreigentümer General Motors nicht mehr genug zu tun. Zwar kündigte der neue französische Eigentümer PSA die Einrichtung von 15 Kompetenzzentren in Rüsselsheim an - das reichte aber offensichtlich nicht, um die Kapazitäten auszulasten. Wie PSA bekräftigte, soll Rüsselsheim aber weiterhin Design und Entwicklung der künftigen Modelle für Opel- und die Schwestermarke Vauxhall verantworten.

Anfang Juli war bekannt geworden, dass Opel einen Verkauf von Teilen des Zentrums plant. Der Autobauer schreibt seit Jahren Verluste. Deshalb hatte die französische PSA-Gruppe, die Opelim Sommer 2017 für 1,3 Milliarden Euro vom US-Hersteller General Motors (GM) übernommen hatte, dem Autobauer und seiner britischen Schwestermarke Vauxhall ein Sparprogramm verordnet. Damit soll der Autobauer bis 2020 wieder profitabel werden.

Segula Technologies bietet Ingenieursdienstleistungen in der Automobilbranche, aber auch in den Bereichen Luftfahrt und Verteidigung, Energie, Schienenverkehr, Marine, Pharmazie und Petrochemie an. Die Gruppe hat in 28 Ländern rund 11.000 Mitarbeiter.

la/afp

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