Offenbar massiver Jobabbau geplant "Die Situation ist düster" bei Nissan

Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn: Ihm vor allem werden die aktuellen Probleme bei Nissan angelastet. Ghosn war auf mysteriöse Weise aus Japan in den Libanon geflüchtet und gab dort eine Pressekonferenz

Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn: Ihm vor allem werden die aktuellen Probleme bei Nissan angelastet. Ghosn war auf mysteriöse Weise aus Japan in den Libanon geflüchtet und gab dort eine Pressekonferenz

Foto: JOSEPH EID/ AFP

Der japanische Autobauer Nissan plant Insidern zufolge aggressive Kostensenkungen. "Die Situation ist düster. Es geht um Kopf und Kragen", sagte eine Person aus Kreisen der Geschäftsleitung der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Japans zweitgrößter Autohersteller werde daher mindestens 4300 Angestellte entlassen und zwei Produktionsstandorten schließen, gaben zwei Insider an. Bis 2023 würden damit rund 4,4 Milliarden Dollar eingespart werden.

Mit den harten Einschnitten soll der unerwartete Vertriebseinbruch infolge der Expansionsstrategie des ehemaligen Chefs Carlos Ghosn aufgefangen werden, sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters.

Die meisten der geplanten Kürzungen und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung seien dem Nissan-Vorstand bereits im November vorgelegt worden und hätten allgemein Zustimmung erhalten, sagten zwei der Insider. Eine Sprecherin von Nissan lehnte einen Kommentar zunächst ab.

Reuters
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