Samstag, 19. Oktober 2019

Fünf Kandidaten Für Winterkorn-Nachfolger beginnt das Schaulaufen

Der Vertrag des VW-Chefs läuft noch bis Ende 2016 - Winterkorn selbst beobachtet mögliche Nachfolger, ließ er durchblicken
VW-Chef Martin Winterkorn lässt keinen Zweifel aufkommen, dass er noch fest im Sattel sitzt. Bei der Bilanzvorlage gibt er sich angriffslustig gegenüber der Konkurrenz. Doch innerhalb des VW-Konzerns wird er in den kommenden Monaten eine andere Rolle einnehmen: die des strengen Beobachters.

Denn vor den Augen von Winterkorn und VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch geht nun das große, verdeckte Schaulaufen los. Ende 2016 läuft der Vertrag von Winterkorn aus. Der 67-Jährige könnte zwar theoretisch zwei weitere Jahre dranhängen - doch in Interviews äußert er sich auch schon mal zu den Eigenschaften, die seiner Meinung nach zu einem VW-Konzernchef gehören.

Die Anwärter müssen sich also nun in Stellung bringen für den wichtigsten Job in der deutschen Autoindustrie. Sie müssen sich profilieren, für sich und ihre Leistungen werben, ohne dabei öffentlich aufzufallen. Denn VW-Patriarch Piëch verabscheut öffentliche Nachfolgediskussionen.

Immerhin: Winterkorn hat schon einige Qualifikationen aufgezählt, die sein Nachfolger mitbringen sollte. Kundennähe und Sozialverträglichkeit zählen dazu, ein Ingenieursbackground ist hilfreich. Die öffentlichen Auftritte seiner möglichen Nachfolger werden in den kommenden Monaten zu versteckten Bewerbungen. Die Kandidaten präsentieren nicht nur Zahlen und Fakten, sondern vor allem sich selbst. Folgende fünf VW-Manager werden in nächster Zeit deshalb besonders genau auf ihre Worte achten.

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