Donnerstag, 18. Juli 2019

Daimlers Ärger mit der Taxibranche Warum Daimler sein Taxi-Geschäft aufs Spiel setzt

Daimler-Herrschaft am Taxistand: Doch der Autobauer gerät wegen seiner digitalen Unternehmungen in die Kritik

3. Teil: Die Schlacht um die besten Plätze

Und dies ist nicht der einzige Schauplatz, wo es zwischen Daimler und dem Taxigewerbe gerade heftig kracht. In Köln sorgt ein Streit um spezielle Taxi-Warteplätze vor dem Hauptbahnhof für zusätzlichen Ärger.

Die Plätze, die lange vom Kölner Marktführer Taxi Ruf genutzt worden waren, hat seit Anfang des Jahres nun die Daimler-Tochter Mytaxi von der Bahn angemietet. Ursprünglich sollten Mytaxi-Fahrer für 120 Euro eine Plakette kaufen, um dort Fahrgäste aufnehmen zu können.

Doch bislang ignoriert die Konkurrenz, die sich ausgebootet fühlt, die Abmachung und nutzt die Warteplätze trotzdem. Und Mytaxi verhandelt mit der Bahn, wie es weiter gehen soll.

Der Ärger bei den Taxi-Zentralen ist groß. Und auch viele Fahrer sind verärgert beziehungsweise verunsichert. Sie müssen sich an neue Regeln gewöhnen und stehen nicht selten zwischen den Fronten.

Bei einigen Unternehmen ist der Ärger mittlerweile sogar so groß, dass sie zum Boykott von Daimler-Fahrzeugen aufgerufen haben.Ein Thema, das vor allem in den sozialen Netzwerken heiß diskutiert wird.

Während einige der oft genossenschaftlich organisierten Taxi-Zentralen entschlossen gegen die den neuen digitalen Wettbewerber kämpfen, haben andere sich mit dem neuen Mitspieler und den neuen Regeln bereits abgefunden.

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung