Zehn Generationen Mercedes S-Klasse Die Baureihen des Mercedes-Flaggschiffs im Überblick

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Baureihe: W 180/W 128
Bauzeit: 1954 bis 1959
Stückzahl: 83.190
Besonderheiten: Mercedes verbaute eine selbsttragende Karosserie sowie eine Eingelenk-Pendelachse. Außerdem gab es ab 1956 eine hydraulisch-automatische Kupplung - die Bedienung ist vergleichbar mit den heute bekannten sequentiellen Getrieben.
Wissenswertes: Die Mercedes Werksmannschaft ging 1956 mit einem überarbeiteten W 180 bei der legendären Mille Miglia an den Start und konnte den Klassiker auf öffentlichen Straßen in der Klasse der Spezialtourenwagen gewinnen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 116,5 km/h.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 111/W 112
Bauzeit: 1959 bis 1965
Stückzahl: 335.073
Besonderheiten: Mit dieser Baureihe führte der Hersteller eine Sicherheitskarosserie ein. Außerdem gab es beim Modell 220 SEb erstmals Scheibenbremsen an den Vorderrädern, und das Armaturenbrett war gepolstert. Das sollte die Folgen für die Insassen bei einem Unfall lindern.
Wissenswertes: Im James-Bond-Film "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" sind die Gegner des Agenten in einem 220 S unterwegs. Allerdings wird der Wagen nach einer Verfolgungsjagd zerstört.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 108/W 109
Bauzeit: 1965 bis 1972
Stückzahl: 367.445
Besonderheiten: Bereits zur Markteinführung der Baureihe waren die Autos rundum mit Scheibenbremsen ausgerüstet. Außerdem gab es in den Fahrzeugen mit 3,5-Liter-V8 erstmals in der Geschichte des Herstellers ein elektronisches Einspritzsystem - die Bosch D-Jetronic.
Wissenswertes: Das Spitzenmodell der Baureihe, der 300 SEL 6.3, war bei vielen Promis beliebt. So waren zum Beispiel Franz Beckerbauer und der ehemalige Formel-1-Rennfahrer Emerson Fittipaldi in dem Wagen unterwegs.

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Baureihe: W 116
Bauzeit: 1972 bis 1980
Stückzahl: 444.401
Besonderheiten: Besonders hervorzuheben ist die Premiere des ABS, das ab 1979 erstmalig in einem Serienmodell als Sonderausstattung erhältlich war. Bereits ab 1975 gab es den 450 SEL mit 6,9-Liter-V8. Damit erreichte das Auto in acht Sekunden aus dem Stand die 100 km/h-Grenze. Außerdem war der 300 SD das erste Serienauto mit einem Turbodieselmotor.
Wissenswertes: Mit dieser Baureihe führte Mercedes die Bezeichnung S-Klasse ein. Das Auto war bei deutschen Politikern recht beliebt. So ließen sich etwa die Alt-Kanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl in dem Wagen durch die Republik chauffieren.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 126
Bauzeit: 1979 bis 1991
Stückzahl: etwa 421.000
Besonderheiten: Herausragend ist die Einführung des Airbags, der ab 1981 optional erhältlich war. Ab 1988 gab es den schützenden Luftsack auch für den Beifahrer.
Wissenswertes: Die S-Klasse war vor allem beliebt bei Promis, Politikern und Wirtschaftsgrößen - so war auch der ehemalige Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, in einem Auto dieses Typs unterwegs - und wurde Opfer eines Anschlags. Am 30. November 1989 detonierte eine am Straßenrand platzierte Bombe neben Herrhausens Wagen. Der oder die Täter konnten bis heute nicht ermittelt werden.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 140/C 140
Bauzeit: 1991 bis 1998
Stückzahl: 432.554
Besonderheiten: In dieser Baureihe verbaute Mercedes ab 1995 als erster Hersteller überhaupt das elektronische Stabilitätsprogramm ESP.
Wissenswertes: Zum Marktstart gab es für den W 140 viel Kritik. Zu groß und zu wuchtig sei das Auto. Wie sich herausstellte, passte der Wagen etwa nicht auf den Autozug nach Sylt. Das Problem konnte Mercedes später lösen, indem der Hersteller die Baureihe mit anklappbaren Außenspiegeln ausrüstete.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 220
Bauzeit: 1998 bis 2005
Stückzahl: 484.697
Besonderheiten: Wurde der Vorgänger noch für die Große und das Gewicht kritisiert, baute Mercedes nun eine mehr als 200 Kilogramm leichtere S-Klasse. Außerdem verbrauchte das Auto dadurch weniger Sprit. Dafür sorgte auch eine Zylinderabschaltung, die im S 600 zur Serienausstattung gehörte und im S 500 als Extra erhältlich war.
Wissenswertes: Über viel Jahre war die S-Klasse Marktführer im Segment der Oberklasse. Doch 2004 konnte der BMW 7er diesen Titel für sich verbuchen.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 221
Bauzeit: 2005 bis 2013
Stückzahl: mehr als 500.000
Besonderheiten: Auch diese Baureihe setzte wieder Maßstäbe in Sachen Sicherheit. So gab es zum Beispiel für den W 221 optional einen Infrarot-Nachtsichtassistenten.
Wissenswertes: Luxus und Komfort versus Umweltverträglichkeit - das ist eines der zentralen Themen, mit der sich Mercedes auseinandersetzen musste. Das führte zu etwas Besonderem. Ab 2010 gab es den S 250 CDI - die erste S-Klasse mit einem Vierzylindermotor.

Foto: Daimler
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Baureihe: W 222
Bauzeit: 2013 bis 2020
Stückzahl: mehr als 500.000
Besonderheiten: Neben zahlreichen neuen Sicherheitstechnologien gab es ein neues Komfortextra. So sollten Massagesitze mit Wärmefunktion und 14 Luftkissen nach dem Hot-Stone-Prinzip Verspannungen lösen.
Wissenswertes: Die Baureihe W222 war nur bedingt neu, sie stand auf der Bodengruppe des Vorgängers - erfolgreich war sie trotzdem. Ein Jahr nach Produktionsstart lief bereits das 100.000. Exemplar vom Band, im November 2019 fiel die 500.000er-Marke. Besonders erfolgreich war das Modell in China. Dorthin ging nach Konzernangaben aus dem Jahr 2019 jedes dritte Exemplar.

Foto: Daimler AG - Global Communicatio / Daimler
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Baureihe: W 223
Bauzeit: ab 2020
Stückzahl: -
Besonderheiten: Die Baureihe W223 ist deutlich wendiger als ihre Vorgänger. Das liegt an einer neuen Allradlenkung, die bis zu zehn Grad Einschlagwinkel an den Hinterrädern erlaubt. Dadurch schrumpft der Wendekreis um bis zu zwei Meter.
Wissenswertes: Auch in dieser Generation steckt jede Menge Sicherheitstechnik. Erkennt der Wagen einen drohenden Seitenaufprall, hebt das Fahrwerk die Karosserie in Sekundenbruchteilen um acht Zentimeter an - damit die Energie des Zusammenstoßes in den Unterboden geleitet wird

Foto: Mercedes-Benz AG - Global Communications Mercedes-Benz Cars & Vans / Daimler
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