Donnerstag, 27. Februar 2020

Deutsch-japanische Kooperation Mercedes plant Pickup mit Nissan

Nissan Navara: Nach Informationen von manager magazin online würde Daimler die Architektur dieses Modells für einen gemeinensamen Pickup nutzen

Die Daimler-Kooperation mit Renault-Nissan hatte anfangs einen klaren Schwerpunkt: Mercedes sollte eng mit den Franzosen zusammenarbeiten. Inzwischen geht der Trend zu den Japanern - Mercedes und Nissan erwägen sogar einen gemeinsamen Pickup.

Hamburg - Noch habe Daimler Börsen-Chart zeigen nicht endgültig entschieden, ob der Transport-Pkw wirklich gebaut werden soll, heißt es in Konzernkreisen. Die Planungen seien aber weit fortgeschritten. Auf den Markt kommen könnte das Modell schon 2017 oder 2018. Als Produktionsstätte favorisiert werden nach Informationen von manager magazin online Renault-Nissan-Werke in Spanien und Lateinamerika. Nissan Börsen-Chart zeigen baut in Barcelona unter anderem den Pickup Navara. Auch Daimler würde die Architektur dieses Modells nutzen.

Die Stuttgarter haben bislang auf den Bau von Pickups verzichtet. Das Modell soll nicht von der Pkw-Gruppe Mercedes-Benz Cars, sondern von der Van-Sparte entwickelt und vertrieben werden, heißt es im Konzern. Es wäre bereits das zweite Kooperationsprojekt der Transporter-Einheit mit der französisch-japanischen Allianz. Für den Kleintransporter Citan nutzt Mercedes eine Renault-Plattform. Das Projekt war jedoch im Markt und auch intern auf Kritik gestoßen. Bei dem geplanten Pickup wollen die Entwickler deshalb sicherstellen, dass sich die Autos stärker unterscheiden als der Citan von seinem Renault-Pendant Kangoo.

Daimler und Renault Börsen-Chart zeigen kooperieren seit 2010. Die Konzerne haben die Partnerschaft durch eine gegenseitige 3-prozentige Beteiligung untermauert. Hatte die Kooperation anfangs einen deutsch-französischen Schwerpunkt, verlegen sich die Mercedes-Strategen inzwischen immer mehr auf Projekte gemeinsam mit der japanischen Renault-Beteiligung Nissan. So produzieren die Unternehmen seit Juni im US-Bundesstaat Tennessee Benzinmotoren für die Mercedes-C-Klasse und den Infiniti Q50.

Im Sommer 2014 hat Daimler zusätzlich angekündigt, gemeinsam mit Nissan im mexikanischen Aguascalientes Modelle auf Basis der Kompaktwagen-Plattform MFA zu bauen. Die Unternehmen wollen dazu die Kapazität eines Nissan-Werks um 300.000 Autos pro Jahr erweitern. Die Japaner wollen ein oder mehrere Modelle ihrer Premiummarke Infiniti auf MFA-Basis bauen.

Vor allem die Mercedes-Entwickler verstehen sich mit ihren Kollegen bei Nissan offenbar deutlich besser als mit den Renault-Ingenieuren. Insbesondere mit den Infiniti-Managern und Entwicklern komme man viel schneller zu gemeinsamen Zielen als mit den eher schwierigen Franzosen, heißt es im Konzern.

Für Verärgerung hatte in Stuttgart unter anderem gesorgt, dass die neue Generation des Kleinwagens Smart zwar auf einer Renault-Plattform gebaut wird, dass die Franzosen aber anders als geplant auf ein eigentlich vereinbartes Pendant zum kleinen Smart Fourtwo verzichten. Über die Probleme beim Smart berichtet manager magazin auch ausführlich in seiner neuesten Print-Ausgabe.

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