Internet-Autohändler braucht frisches Kapital Online-Neuwagenhändler MeinAuto.de plant Börsengang

Der Konzern hinter dem Internet-Autoportal MeinAuto.de, die Mobility Holding, will in der ersten Jahreshälfte 2021 an die Börse. Er peilt eine Milliardenbewertung an. Der Kopf dahinter ist ein früherer Sixt-Topmanager.
So will das MeinAuto.de nicht mehr: Der Internet-Autohändler wickelt Neuwagenverkäufe lieber online ab

So will das MeinAuto.de nicht mehr: Der Internet-Autohändler wickelt Neuwagenverkäufe lieber online ab

Foto: Sebastian Kahnert/ dpa

Der Münchener Online-Autohändler Mobility Holding steht Insidern zufolge vor einem Börsengang in Frankfurt am Main. Der Betreiber der Neuwagen-Plattform MeinAuto.de könnte dabei einschließlich Schulden mit 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro bewertet werden, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen. Das Unternehmen aus Oberhaching bei München, das dem britischen Finanzinvestor Hg gehört, peile eine Emission in der ersten Jahreshälfte 2021 an.

Hg hatte die Mobility Holding 2018 unter anderem aus dem Kölner Start-up MeinAuto.de und der Flottenleasing-Tochter der Hypovereinsbank, Mobility Concept, zusammengebaut. Das Unternehmen wird vom ehemaligen Sixt-Leasing-Vorstand Rudolf Rizzolli geführt.

Die Mobility Holding wäre der zweite Internet-Autohändler, der in diesem Jahr an die Frankfurter Börse strebt. Die auf Gebrauchtwagen spezialisierte Auto1 hatte ihre Pläne vor einer Woche publik gemacht.

Organisiert werden soll der Börsengang der Mobility Holding den Insidern zufolge von den Investmentbanken Bank of America und Jefferies. Das hatte zuvor die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Die Banken und das Unternehmen wollten sich dazu nicht äußern. 

wed/Reuters
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