Scheichs vergeben Großauftrag Saudi-Arabien ordert bis zu 100.000 E-Autos bei Lucid Motors

Probleme mit der US-Börsenaufsicht SEC vergraulten zuletzt die Aktionäre des Elektroauto-Start-up Lucid Motors. Ein Großauftrag aus Saudi-Arabien dagegen erfreut sie nun.
Nachfrage aus Saudi-Arabien: Ein Model "Air" von Lucid Motors

Nachfrage aus Saudi-Arabien: Ein Model "Air" von Lucid Motors

Foto: HYUNJOO JIN / REUTERS

Neue Großbestellung am Markt für Elektroautos: Der US-Hersteller Lucid Motors will in den kommenden zehn Jahren insgesamt bis zu 100.000 Fahrzeuge an das Königreich Saudi-Arabien liefern. Wie Lucid mitteilt, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit der Regierung des Landes getroffen. Demnach will Saudi-Arabien zunächst 50.000 Elektroautos übernehmen. Darüber hinaus bestehe die Option auf weitere 50.000 Autos, so die Mitteilung.

Der Deal markiere einen weiteren entscheidenden Moment in der Verbesserung des weltweiten Transportsystems in Richtung Nachhaltigkeit, sagte Lucid-CEO Peter Rawlinson der Mitteilung zufolge. Lucid sei erfreut, Saudi-Arabien bei der Erreichung der Nachhaltigkeitsziele des Landes unterstützen zu können.

Laut Mitteilung  will Lucid im kommenden Jahr mit der Auslieferung von Autos an Saudi-Arabien beginnen. So sollen zunächst jährlich 1000 bis 2000 Fahrzeuge des Typs "Lucid Air" sowie möglicher künftiger Modelle erreichen, ansteigend auf bis zu 4000 bis 7000 Fahrzeuge pro Jahr ab 2025. Hergestellt werden die Autos zunächst in der Lucid-Fabrik im US-Staat Arizona. Später soll auch in einer geplanten Fabrik in Saudi-Arabien gefertigt werden.

Lucid wurde 2007 gegründet und ging im vergangenen Jahr an die US-Börse. Saudi-Arabien hält über seinen Staatsfonds etwa 61 Prozent der Anteile des Unternehmens.

Nach dem Börsengang zählte das Start-up mit einem Börsenwert von rund 70 Milliarden Dollar zeitweise zu den zehn wertvollsten Autoherstellern der Welt. Inzwischen ist allerdings viel von der Euphorie verflogen, der Marktwert des Elektroautospezialisten liegt gegenwärtig bei knapp 30 Milliarden Dollar. Probleme des Unternehmens mit der US-Börsenaufsicht haben dabei zur Zurückhaltung der Investoren beigetragen: Die SEC startete Ende 2021 eine Untersuchung des Börsengangs von Lucid. Der Aktienkurs brach seinerzeit deutlich ein. Die Veröffentlichung des Großauftrags aus Saudi-Arabien brachte die Aktie am Dienstag nach US-Börsenschluss wieder in Schwung.

cr
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