Montag, 6. April 2020

Lost in Neuland Die verzweifelte Suche der Autobauer nach Mobilitätsmodellen

Mobilität in Metropolen: Die Autobauer suchen händeringend nach zukunftsweisenden Geschäftsmodellen

3. Teil: Volkswagen experimentiert in China

So sammelt Volkswagen in Hannover ganz klein erste Erfahrungen mit dem noch ziemlich konventionellen Carsharer Quicar, bei dem Kunden anders als bei car2Go und Drive now noch an fixe Abhol und Abgebe-Stationen gebunden sind.

Zudem haben die Wolfsburger zusammen mit einem niederländischen Partner 2013 den Carsharer Greenwheels übernommen.

Und stehen offenbar kurz davor, in China ihr 2014 gestartetes Corporate-Carsharing-Pilotprojekt VRent weiter auszurollen, bei dem Mitarbeiter eines Gebäudekomplexes Zugriff auf einen gemeinsamen Fuhrpark haben. Ein Modell, mit dem der Autobauer auch von dem in China massiv beschränkten Zugang zu Zulassungen profitieren könnte.

Auch Audi testet - punktuell

Und auch die Tochter Audi mischt mit bei der Suche nach der Zukunft der Mobilität. In Stockholm können sich beim Piloten "Audi Unite" bis zu fünf Personen für ein oder zwei Jahre ein Auto teilen können - vom Kleinwagen bis zur Oberklasselimousine A8.

Beim Pilot "Audi Select" in Berlin setzt der Konzern hingegen mehr auf das Auswahlprinzip: Hierbei teilen sich nicht mehrere Personen ein Auto, sondern ein Kunde kann innerhalb eines Jahres bis zu drei verschiedene Audi-Modelle fahren.

Die Erleuchtung - welche Modellen das Produktionsgeschäft künftig sinnvoll ergänzen können, ist bislang jedoch ausgeblieben. "Wir testen noch unterschiedliche Modelle", heißt es beim Konzern - "um zu sehen, inwieweit da ein Businesscase entstehen kann."

Mit ihrer Suche stehen die Wolfsburger ganz offensichtlich nicht alleine da.

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