Erlös deutlich unter Erwartungen Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert bummelt an die Börse

Der Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert schafft gerade so den Sprung an die Börse. Die Aktien werden am unteren Ende der Preisspanne platziert, der Erlös fällt ein Drittel niedriger aus.
Wohnwagen von Knaus Tabbert auf der Düsseldorfer Messe "Caravan Salon"

Wohnwagen von Knaus Tabbert auf der Düsseldorfer Messe "Caravan Salon"

Foto: Knaus Tabbert

Der Wohnmobilhersteller Knaus Tabbert hat den Sprung an die Börse gerade so geschafft. Der Ausgabepreis wurde auf 58 Euro und damit am unteren Ende der Spanne festgelegt, teilte das Unternehmen am frühen Mittwochmorgen in Jandelsbrunn mit.

Der Eigentümer, die niederländische Beteiligungsgesellschaft HTP, hatte zudem erst am Dienstag angekündigt, nur noch bis zu 3,65 Millionen Aktien und damit deutlich weniger Anteile als geplant loswerden zu wollen - dies gelang dann auch.

Fotostrecke

Viel Platz drinnen und draußen: Der Caravan Salon 2020

Foto: A2824 Franz-Peter Tschauner/ dpa

Dazu kommen noch 350.000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung. Damit beträgt der Erlös des Börsengangs 232 Millionen Euro. Das entspricht einer Marktkapitalisierung von 602 Millionen Euro. HTP hatte auf ein Emissionsvolumen von bis zu 366 Millionen Euro gehofft.

HTP wird nach dem Börsengang noch 61,5 Prozent der Knaus-Tabbert-Anteile halten. Die Aktien sollen am heutigen Mittwoch zum ersten Mal an der Börse gehandelt werden.

Dem Unternehmen selbst sollen wie geplant 20 Millionen Euro frisches Kapital zufließen, mit denen Knaus Tabbert unter anderem eine Fabrik für Kastenwagen in Ungarn finanzieren will.

HTP Investments hatte Knaus Tabbert vor elf Jahren aus der Insolvenz heraus gekauft und will den Camping-Boom in der Corona-Krise nun für einen Teilausstieg nutzen. Das Unternehmen ist im Markt für Wohnmobile die Nummer drei in Europa hinter der schwäbischen Hymer, die zum US-Konzern Thor Industries gehört, und der französischen Trigano.

rei/ak/reuters/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.