Autobesitz verliert an Bedeutung Junge Frauen geben dem Statussymbol Auto noch eine Chance

Carsharing: Für 37 Prozent der Befragten eine gute Alternative zum eigenen Auto

Carsharing: Für 37 Prozent der Befragten eine gute Alternative zum eigenen Auto

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Daimler, BMW, Volkswagen und Co.: Wie die Autokonzerne das Geschäft mit der Mobilität neu erfinden

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Blitzende Karossen präsentieren reicht nicht mehr. Die Frankfurter Automesse IAA ist für Topmanager der Branche Anlass zur Selbstbesinnung. Sie stellen sichauf den Wettbewerb aus dem Silicon Valley ein, auf eine neue Welt der Mobilität. Daimler  hat seine große Show gar ganz der Digitalisierung gewidmet und glänzenden Modellen die Zweitrolle zugewiesen.

Alarmierend für die Autohersteller sind neue Zahlen, die von der Markenberatung Prophet stammen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, wie rapide das Auto seinen Status als Statussymbol verliert.

37 Prozent der befragten jungen Deutschen zwischen 18 und 34 Jahren gaben an, der Besitz von Computern, Laptops oder Smartphones sei wichtiger als ein eigenes Auto. Die Mehrheit sieht das zwar noch anders, doch noch vor anderthalb Jahren hatte dieselbe Frage laut Prophet-Partner Tobias Bärschneider nur 31 Prozent Zustimmung erzielt.

Ebenfalls 37 Prozent erklärten, Carsharing sei für sie "eine gute Alternative zum eigenen Auto". Ähnlich viele bekennen sich dazu, sie könnten sich "ein Leben ohne Führerschein und Auto gut vorstellen".

Frauen halten noch eher am Wunsch nach eigenem Auto fest

Überraschend nennt Prophet, dass sich junge Männer besonders schnell von der Vorliebe für Autos abkehren. Inzwischen sei ein größerer Anteil der männlichen Befragten vom Leben ohne eigenes Fahrzeug zu begeistern als bei den gleichaltrigen Frauen.

Dieses Bild wird von allen Teilfragen der Umfrage bestätigt. Männer seien eher als Frauen von Carsharing begeistert, neigten stärker zur Vorliebe für digitale Gadgets und stimmten häufiger der von insgesamt 48 Prozent geteilten Ansicht zu, ein Auto binde zu viel Geld und sie möchten finanziell gerne flexibel bleiben.

In ähnlichen Umfragen hat Prophet auch schon mal die Luft aus Trend-Hypes genommen - zum Beispiel die Aussage entkräftet, junge Menschen wollten ein total vernetztes Auto. Doch am Bedeutungsverlust des Autobesitzes lässt die Markenberatung keinen Zweifel.

"Unsere Umfrage zeigt sehr deutlich, wie entspannt junge Menschen das Thema Mobilität insgesamt sehen", meint Bärschneider. Zumindest in Großstädten müssten die Konzerne "experimentieren und Lösungen suchen", der Fokus dürfe nicht mehr auf dem Verkauf liegen.

Die gute Nachricht für BMW , Daimler , Volkswagen  und Co.: Die Botschaft ist bereits angekommen.


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