Finanzchef springt ein Vorstandschef Stratmann verlässt Autozulieferer Mahle

Der Autozulieferer Mahle muss sich einen neuen Vorstandschef suchen: Nach drei Jahren an der Spitze gibt Jörg Stratmann Ende März sein Amt auf.
Geht "in bestem Einvernehmen": Mahle-Vorstandschef Jörg Stratmann

Geht "in bestem Einvernehmen": Mahle-Vorstandschef Jörg Stratmann

Foto: Fabian Sommer / picture alliance/dpa

Der Chef des Autozulieferers Mahle, Jörg Stratmann  (50), gibt seinen Posten Ende März auf und verlässt den Konzern. Darüber habe er sich mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Heinz Junker (71) "in bestem Einvernehmen" verständigt, teilte Mahle am Montag mit . Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Vorerst soll Finanzchef Michael Frick (54) den Vorsitz der Geschäftsführung übernehmen. Stratmann steht seit gut drei Jahren an der Spitze des Konzerns.

2020 hatte die Corona-Pandemie bei Mahle zu einem herben Umsatzeinbruch geführt. Wegen zugleich hoher Kosten in Folge des Konzernumbaus fiel das Ergebnis unter dem Strich "deutlich negativ" aus, wie Stratmann kürzlich dem "Handelsblatt" sagte.

Das Unternehmen, das lange Zeit mit Filtern, Kolben und Pumpen für den Verbrennungsmotor sein Geld verdient hat, fährt einen harten Sparkurs mit Stellenstreichungen und Werksschließungen. So sollen weitere 7600 Stellen wegfallen, jede vierte davon in Deutschland. Der Konzern würde dann noch rund 70.000 Menschen weltweit beschäftigen.

Stratmann ist nicht unumstritten: Zum 100-jährigen Bestehen im vergangenen Jahr hatten Arbeitnehmervertreter der Führung um den Vorstandschef vorgeworfen, sich zu spät und zu unentschlossen auf die neuen Erfordernisse in der Branche umgestellt zu haben.

rei/dpa-afx