Mittwoch, 1. April 2020

Chefwechsel bei Cadillac Europa Ex-Opel-Boss Thomas Sedran verlässt GM endgültig

Ex-Opel-Chef Thomas Sedran, der zuletzt als Europachef von Cadillac fungierte, verlässt General Motors auf eigenen Wunsch - die Statthalter-Aufgabe war ihm wohl eine Nummer zu klein

Erst war er für die Strategie zuständig, dann fungierte er kurzfristig als Opel-Chef. Doch der neue Posten als Europa-Statthalter von Cadillac war Thomas Sedran zu klein: Mit 30. Juni gibt der 50-jährige seinen Posten auf und verlässt die Opel-Mutter General Motors (GM) Börsen-Chart zeigen auf eigenen Wunsch. Er will nun "Aufgaben außerhalb des Unternehmens verfolgen", wie GM in einer Pressemitteilung schrieb.

Bevor er im Jahr 2012 bei GM anheuerte, arbeitet Sedran lange für die Unternehmensberatungen Roland Berger und Alix Partners. Bei Opel startete er als Strategiechef, nach der plötzlichen Abberufung von Karl-Friedrich Stracke übernahm er im Juli 2012 für einige Monate den Opel-Chefposten. Allerdings war damals schon klar, dass er nur Interimchef sein bleiben würde.

Im März 2013 trat Karl-Thoms Neumann als neuer Opel-Chef an. Sedran hatte zuvor durchblicken lassen, dass er gerne längerfristig bei Opel bleiben würde und auch seine Rolle als Strategievorstand zurücknehmen würde. Doch die GM-Führung hatte andere Pläne für ihn - und machte ihn zum Europa-Statthalter der Marken Chevrolet und Cadillac.

Ende 2013 gab GM jedoch denRückzug von Chevrolet aus Europa bekannt. Sedran sollte für eine geräuschlose Abwicklung von Chevrolet sorgen, als Cadillac-Chef war sein Einfluss eher begrenzt: Die US-Luxusmarke verkauft in Europa eine dreistellige Anzahl Autos pro Jahr.

Sein Nachfolger bei Cadillac wird der 44-jährige Andreas Schaaf. Er verantwortet ab 1. Juli das Europageschäft und berichtet direkt an Markenchef Johan de Nysschen, der vor wenigen Monaten von Nissans Nobelmarke Infiniti zu General Motors wechselte. Schaaf arbeitete gut zwei Jahrzehnte für BMW. Zuletzt war er für das Indien-Geschäft von BMW verantwortlich und führte die Marke Mini in dem Land ein.

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