Sonntag, 15. Dezember 2019

Zwischen PS-Parade und Elektro-Festival Diese 7 Trends werden die Autoindustrie bestimmen

IAA in Frankfurt (Archiv): Die Hersteller werben mit Elektromodellen, doch die Kassen füllen (noch) die schweren SUVs
Uli Deck/DPA
IAA in Frankfurt (Archiv): Die Hersteller werben mit Elektromodellen, doch die Kassen füllen (noch) die schweren SUVs

4. Teil: Ohne Update-Fähigkeit wird kein Auto mehr zu verkaufen sein

Die digitalen Funktionen im Fahrzeug werden zu einer Basisanforderung. Wer sie nicht hat, wird keine Autos mehr verkaufen. Sie sind leicht skalierbar und werden in jedem Fahrzeugsegment und markenübergreifend gleichwertig auftreten. Sie taugen also nicht zur Differenzierung. Zudem gilt: "Old digital is dead digital". Für die Autoindustrie besteht die große Herausforderung darin, die Schnelllebigkeit der Digitalwelt möglichst 1:1 im Auto abzubilden. Dafür müssen die Fahrzeuge während des Lebenszyklus updatefähig bleiben, gleichsam einem Handy.

Tesla hat gezeigt, wie es geht; die anderen müssen möglichst schnell nachziehen. "Over the air" laden die Amerikaner neue Software und so neue Funktionen auf; Tesla hat hier das Apple-Prinzip des Macs übernommen. Produkt-Upgrades wie zum Beispiel zusätzliche Ladeleistung erfordern keinen Werkstattbesuch mehr. Die schrittweise Weiterentwicklung der Fahrzeuge sichert deren Werterhalt. Fahrzeuge nachträglich, einfach per Mausklick, mit Funktionen aufzurüsten, könnte sich zudem zum einträglichen Zusatzgeschäft entwickeln.

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