Montag, 21. Oktober 2019

Zwischen PS-Parade und Elektro-Festival Diese 7 Trends werden die Autoindustrie bestimmen

IAA in Frankfurt (Archiv): Die Hersteller werben mit Elektromodellen, doch die Kassen füllen (noch) die schweren SUVs
Uli Deck/DPA
IAA in Frankfurt (Archiv): Die Hersteller werben mit Elektromodellen, doch die Kassen füllen (noch) die schweren SUVs

3. Teil: Carsharing: Der guten Idee fehlt der "Wow"-Effekt

Carsharing bietet sich als Alternative zum eigenen Auto an - möchte man glauben! Doch bisher schaffen die Menschen ihr Auto wegen Carsharing nicht ab. "Ständige Verfügbarkeit" und "individuelle Freiheit" sind Menschen immer noch wichtig. Aktuelle Zahlen von A.T. Kearney zeigen, dass Carsharing in erster Linie von Menschen genutzt wird, die vorher öffentliche Verkehrsmittel bevorzugten. Eigentlich logisch: "Up-grading" statt "Down-grading" ist hier das Thema. Damit schafft Carsharing mehr und nicht weniger Verkehr - eine böse Überraschung für all die Propheten und Städteplaner, die das Gegenteil erwarteten. Dem Konzept des Autoteilens mangelt es an Attraktivität. Es fehlt vor allem der "Wow"-Effekt, der dem Carsharing zu einem Image-Push verhelfen könnte.

Der Push fürs Carsharing könnte aus einer ganz anderen Ecke kommen. Immer mehr Städte nehmen die Planung und Umsetzung von Mobilitätslösungen in die eigene Hand. Sie wollen vernetzte Mobilität und weniger individuellen Autoverkehr in ihren Innenstädten. Citymaut wie in London oder teure Parkplätze sind probate Mittel, den Autofahrern das Autofahren in der Stadt zu verleiden. Anwohnerparkplätze in Amsterdam oder Stockholm kosten mehrere Hundert Euro im Jahr. So wird Carsharing dann vielleicht doch so attraktiv, dass es sich durchsetzt.

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