Mittwoch, 27. Mai 2020

Luxusautos auf der IAA Angriff auf die deutschen Nobelmarken

Auf der IAA zeigen sich Manager von BMW, Mercedes und der VW-Tochter Audi gewohnt selbstbewusst. Doch sie sollten auf der Hut sein: Jaguar, Infiniti und Cadillac bereiten einen Angriff in den wichtigen Schwellenländer-Märkten vor.

Frankfurt am Main - Dutzende Models schmiegen sich an apart gefalztes Blech, deutsche Manager sonnen sich im Glanz weltweit steigender Verkaufszahlen: Für die deutschen Nobelmarken BMW, Mercedes und Audi bietet die Automesse IAA Gelegenheit, Selbstbewusstsein und Stärke zu demonstrieren.

Daimler-Chef Dieter Zetsche sprach auf der Mercedes-Markennacht von einem "Bilderbuchstart" für seine neue B-Klasse, die in diesem Jahr laut Daimler um 60 Prozent zugelegt hat. BMW wiederum rührt kräftig die Werbetrommel für sein Elektroauto i3, das nun erstmals in fast fertiger Serienversion zu bewundern ist. Vom ersten Verkaufstag an wollen die Bayern mit dem 35.000 Euro teuren Wagen Gewinne schreiben - denn die Entwicklungskosten haben sie in den vergangenen Jahren aus dem Cash-Flow gestemmt.

Die Betonung von so viel deutscher Ingenieurskunst lässt leicht vergessen, dass es neben den deutschen Marken BMW Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen und Audi Börsen-Chart zeigen auch noch andere Hersteller luxuriöser Automobile gibt. Und auch sie kommen mit ziemlich ambitionierten Plänen zur IAA.

Denn der Markt für Luxusautos wächst weltweit. Die kleineren Angreifer wollen nicht nur Krumen des Kuchens, sie wollen den großen deutschen Konkurrenten Marktanteile streitig machen. Zwar nicht unbedingt in Europa, wo der Oberklasse-Markt fest in deutscher Hand ist - dafür aber in den USA und China.

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