Montag, 24. Februar 2020

Automesse IAA verabschiedet sich aus Frankfurt Drei Städte im Rennen für IAA 2021

Die IAA zieht um. Im Rennen sind noch Hamburg, Berlin und München.
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Die IAA zieht um. Im Rennen sind noch Hamburg, Berlin und München.

Die Automesse IAA könnte zur nächsten Ausgabe 2021 nach Berlin, Hamburg oder München umziehen. Der Vorstand des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) entschied am Mittwoch, mit diesen drei Bewerbern weitere Gespräche zu führen und konkrete Vertragsverhandlungen aufzunehmen. Die Entscheidung für eine der Städte soll in den nächsten Wochen fallen.

Damit ist der Abschied vom langjährigen Standort Frankfurt beschlossene Sache. Frankfurts Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am späten Nachmittag, er habe gerade die Absage des VDA erhalten. Die Branche habe sich mit dem Votum gegen die Mainmetropole für einen "vollständigen Neubeginn entschieden", sagte am Donnerstag Uwe Behm, Geschäftsführer der Messe Frankfurt.

Die letzte Ausgabe der IAA im vergangenen Jahr gilt indes als Misserfolg bei Publikum wie auch bei Veranstaltern. Der Verband will die Messe von der Autoschau zu einem Impulsgeber für neue Mobilitätskonzepte umwandeln.

Aus dem Rennen sind auch Köln, Stuttgart und Hannover, die sich ebenfalls um die Internationale Automobilausstellung beworben hatten. Die sieben Bewerber hatten ihre Konzepte in der vergangenen Woche in Berlin präsentiert.

"Die Ideen jeder einzelnen Stadt sind sehr kreativ und durchweg anspruchsvoll", teilte der VDA am Mittwoch mit. "Es ist ein sehr enges Rennen, die Performance durchweg hoch."

Auch die Ideen und Konzepte der Frankfurts seien sehr eindrucksvoll, hob der VDA hervor. Der Abschied von Frankfurt sei dem Vorstand nicht leichtgefallen. "Fast 70 Jahre war die Main-Metropole die Stadt der IAA, international wurde dies am häufig verwendeten Begriff "Frankfurt Motor Show" deutlich." Der Verband dankte der Stadt und der Messegesellschaft. Die Entscheidung für den neuen Standort soll in den nächsten Wochen fallen.


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"Wir sind enttäuscht und geschockt", sagte Frankfurts Wirtschafts-Dezernent Markus Frank (CDU). "Dieser schwere Tag lehrt, dass alles, was eine Stadt an Institutionen und Veranstaltungen hat, gepflegt werden muss." Für die Bewerbung hatten sich neben Frank auch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) stark gemacht. Feldmann hatte allerdings Kritik an der Veranstaltung geübt, auf der er nach seiner Darstellung im September 2019 kein Grußwort sprechen durfte.

Die IAA hatte seit 1951 regelmäßig auf dem Frankfurter Messegelände stattgefunden und bei einzelnen Ausgaben bis zu einer Million Menschen angesprochen. Bei der vorerst letzten IAA im vergangenen Jahr waren hingegen nur noch 560 000 Besucher gekommen. Dafür gab es starke Proteste gegen PS-Protzerei und Flächenverbrauch durch den Autoverkehr.

dpa/akn

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