Samstag, 14. Dezember 2019

Quartalsergebnis steigt um fast ein Drittel Noch dickere Geländewagen treiben Hyundai-Gewinn kräftig an

Dick, dicker, am ... wo in Europa mit dem Modell "Santa Fe" Schluss ist, setzt Hyundai im eigenen Land und jenseits europäischer Grenzen noch einen drauf: Der noch dickere Geländewagen "Palisade" mit 3,8 Litern, V6-Benziner mit 295 PS, scheint sich in den USA und Südkorea selbst gut zu verkaufen

Neue Modelle und die Schwäche der südkoreanischen Währung haben den Gewinn von Hyundai fast um ein Drittel in die Höhe getrieben. Vor allem neue Stadtgeländewagen und echte Dickschiffe waren nach Angaben des südkoreanischen Autobauers gefragt im zweiten Quartal.

Der Autobauer Hyundai hat im zweiten Quartal erneut von einer starken Nachfrage nach Stadtgeländewagen profitiert. Dabei spielten dem VW-Rivalen auch Währungseffekte in die Karten, wie der Konzern am Montag im südkoreanischen Seoul mitteilte.

Der operative Gewinn in den Monaten April bis Juni stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 30 Prozent auf knapp 1,24 Billionen Won (939 Millionen Euro). Nachdem Hyundai zuvor mehrere Quartale in Folge mit Gewinneinbrüchen zu kämpfen hatte, legte das Unternehmen damit zum zweiten Mal hintereinander zu. Damit übertraf Hyundai die Erwartungen der Märkte. Auf die Aktionäre entfiel unter dem Strich ein Gewinn von 920 Milliarden Won nach 701 Milliarden ein Jahr zuvor.

Beim Umsatz verzeichnete Hyundai ein Plus von 9 Prozent auf knapp 27 Billionen Won. Vor allem der stark anziehende Absatz des Stadtgeländewagens Palisade sowie des neu aufgelegten Modells Sonata spielte den Koreanern in die Karten. In Südkorea ist der Palisade stark nachgefragt, in den USA ging er im Juni in den Verkauf.

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Bild: manager-magazin.de

Am Finanzmarkt wurden die Nachrichten uneinheitlich aufgenommen. An der Börse in Seoul drehte der Kurs der Hyundai-Aktie nach anfänglichen Gewinnen um gut ein Prozent ins Minus. Während das operative Geschäft die Erwartungen von Analysten übertroffen hatte, fiel der Nettogewinn niedriger aus als gedacht.

Der Konzern verspricht sich von der Markteinführung zahlreicher neuer Modelle inklusive Elektroautos auf lange Sicht dauerhafte Gewinne. Hyundai steht unter Druck, sein China-Geschäft umzubauen, das unter geringer Profitabilität und strengeren Umweltauflagen leidet. Im zweiten Quartal litt der Absatz der Südkoreaner im weltweit größten Automarkt erneut unter schwacher Nachfrage.

rei/dpa/Reuters

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