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Porsche Spyder 918: Das Über-Auto

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Trotz Preisen ab 768.000 Euro Man gönnt sich ja sonst nichts - Hybrid-Supersportwagen Porsche 918 Spyder ausverkauft

Seit Februar liefert Porsche seinen Hybrid-Boliden 918 Spyder aus und hat jetzt das letzte Exemplar verkauft. Der in Kleinserie gebaute Supersportwagen war das teuerste Modell der Zuffenhausener und sorgte trotz nur 918 Stück für 700 Millionen Euro Umsatz.

Hamburg - Porsche selbst bezeichnete das Modell als "rasendes Rennlabor" und als "Hybrid-Supersportwagen". Die Zuffenhausener wagten es, für den in Kleinserie von 918 Stück gebauten Porsche 918 Spyder einen fast schon unerhörten Preis zu verlangen. 768.015 Euro kostet die Basisversion des Hybridsportwagens, er ist das teuerste von Porsche hergestellte Serienmodell.

Jetzt wird er endgültig zum Sammlerstück. Wie Porsche vor wenigen Tagen bekanntgab, wurde Mitte November das letzte Exemplar der 918er-Kleinserie verkauft - bald ist Weihnachten und man gönnt sich ja sonst nichts.

Die meisten 918er verschiffte Porsche in die USA: 297 der Hybrid-Supersportwagen gingen an US-Kunden, je 100 jeweils nach Deutschland und China. Dabei begannen die Auslieferungen des Sportwagens erst Ende Februar dieses Jahres.

Der 918er kann sich damit brüsten, die schnellste Runde aller jemals gebauten Serienautos mit Straßenzulassung auf der Nordschleife des Nürburgrings absolviert zu haben. Und auch sonst schwelgt der Porsche in Superlativen. Mit seinem Hybridantrieb ist er auf dem Prüfstand der sparsamste Porsche aller Zeiten. Gerade mal 3,1 Liter schluckt der Spyder auf 100 Kilometer - und das bei satten 887 PS.

Porsche setzt mit 918er-Kleinserie über 700 Millionen Euro um

Möglich macht das eine Hochleistungsbatterie, die genügend Strom für 31 rein elektrisch gefahrene Kilometer bietet. Die Akku-Kraft lässt sich aber auch für Überholmanöver einsetzen. Dafür bietet der Spyder vier verschiedene Fahrmodi, die sich mit einem roten Knopf am Lenkrad einstellen lassen. In 2,6 Sekunden sprintet der Sportwagen auf 100 km/h, die Spitzengeschwindigkeit liegt bei 345 km/h.

Porsche beschränkte die Produktion des Autos auf 918 Stück, um die Exklusivität des Autos und der Marke zu wahren. Laut Porsche-Chef Matthias Müller bleibt es auch dabei. Es wäre "unfair", mehr Fahrzeuge als die geplante Anzahl herzustellen, sagt er bereits im Juni.

Beschlossen wurde der Bau des Fahrzeugs nach der Vorstellung einer 918er-Studie auf dem Genfer Autosalon Anfang 2010. Vorbestellen ließ sich der Öko-Renner bereits ab März 2011, der Start der Fertigung im Stammwerk Zuffenhausen erfolgte am 18.September 2013.

Mindestens 700 Millionen Euro hat Porsche mit dem Hybrid-Sportwagen verdient. Alleine die Basisversion kostete knapp 770.000 Euro. Wer noch etwas mehr Leistung benötigte: Das "Weissach-Paket" bot ein Quentchen mehr Durchzugskraft - für einen Aufpreis von satten 71.400 Euro.