Montag, 1. Juni 2020

EXKLUSIV Dieselgate-Verfahren gegen Diess und Pötsch endet Volkswagen-Bosse kommen gegen Zahlung von neun Millionen Euro frei

Freigekauft: Konzernchef Herbert Diess (l.) und der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch.

Volkswagens Konzernchef Herbert Diess und der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch müssen sich nicht wegen Marktmanipulation vor Gericht verantworten. Die beiden Führungspersonen des Autoherstellers kommen nach Recherchen des manager magazins gegen Zahlung von jeweils 4,5 Millionen Euro frei. Darauf hätten sich das Landgericht und die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit den Angeschuldigten geeinigt, heißt es in Konzern- und Justizkreisen.

Die beiden Manager haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Nach Recherchen des manager magazins hat der Aufsichtsrat des Konzerns zugestimmt, dass Volkswagen die insgesamt neun Millionen Euro Auflage bezahlt.

Neben Diess und Pötsch hatte die Staatsanwaltschaft im September 2019 auch den früheren Konzernchef Martin Winterkorn wegen Marktmanipulation angeklagt. Die drei hätten die Finanzmärkte 2015 vorsätzlich zu spät über drohende Milliardenstrafen wegen manipulierter Dieselmotoren informiert.

Mit Winterkorn, der die Vorwürfe ebenfalls bestreitet, gebe es keine Einigung. Auch das Verfahren gegen ihn werde jedoch unter Umständen gegen Auflagen beendet, berichten Beteiligte. Vor allem die Staatsanwaltschaft habe allerdings noch Bedenken.

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