Autozulieferer Hella steigert Umsatz und Gewinn deutlich

Die Eignerfamilie des Autozulieferers Hella will sich von ihren Anteilen trennen. Die jüngsten Zahlen des Lichtspezialisten dürften das Übernahmeinteresse stärken.
Hella-Werk in Lippstadt: An der Börse ist das Unternehmen mehr als 6,4 Milliarden Euro wert

Hella-Werk in Lippstadt: An der Börse ist das Unternehmen mehr als 6,4 Milliarden Euro wert

Foto: Hella/ dpa

Der Autozulieferer Hella hat im abgelaufenen Geschäftsjahr bei Umsatz und Ergebnis gegenüber dem coronabedingt schwachen Vorjahr deutlich zulegen können. Zwischen Juni 2020 und Ende Mai 2021 betrug der Umsatz 6,5 Milliarden Euro nach 5,7 Milliarden ein Jahr zuvor, wie der MDax -Konzern am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen in Lippstadt mitteilte.

Der Scheinwerferspezialist steigerte das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 227 auf 510 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verdoppelte sich von 4,0 auf 8,0 Prozent. Hella liegt mit den vorläufigen Zahlen damit im oberen Bereich der eigenen Prognosen. Das Unternehmen habe sich auch weiter besser entwickelt als der Gesamtmarkt, hieß es. Vollständige Zahlen will Hella am 19. August vorlegen.

Die Übernahmefantasie bei Hella bleibt grundsätzlich erhalten. Bereits im Mai hatte manager magazin über die Verkaufsabsichten der Eignerfamilie Hueck berichtet.  Der 71-jährige Jürgen Behrend, der den Autozulieferer lange geführt hatte und seit einigen Jahren im Gesellschafterausschuss sitzt, drückt aufs Tempo. Interessenten für das Aktienpaket gab es einige, wie die Finanzinvestoren Advent und Bain Capital, sowie CVC und Blackstone. Auch die Autozulieferer Hasco und Faurecia erwogen Gebote.

Der Lkw- und Zugbremsenhersteller Knorr-Bremse  hatte ebenfalls ein Gebot erwogen, sich dann aber gegen eine Mehrheitsübernahme des Autozulieferers Hella  entschieden. Nach sorgfältiger Analyse würden die Möglichkeiten des Transfers von Schlüsseltechnologien und Produkten auf das eigene Angebot als nicht ausreichend zur Realisierung der erwarteten Synergien bewertet, teilte Knorr-Bremse am Mittwochabend in München mit.

Der Aktienkurs von Hella notierte zuletzt bei 58,50 Euro und damit nur knapp unter dem Rekordhoch. Seit die Verkaufspläne bekannt wurden, hat die Hella-Aktie deutlich zugelegt.

la/dpa
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