Dienstag, 25. Juni 2019

mm-Grafik Frankreich fährt Deutschland bei den Elektroautos davon


Frankreich fördert Elektroautos massiv - und das zeigt jetzt etwas Wirkung. Im ersten Halbjahr übersprang der Anteil der an Steckdosen aufladbaren Fahrzeugen erstmals die Ein-Prozent-Marke, wie die Grafik von Statista zeigt. Damit ist Frankreich nach Großbritannien das zweite große EU-Land, in dem Elektroautos diese Marke erreichen. In Deutschland stagnierte der Anteil zuletzt bei knapp 0,6 Prozent.

Weit vorn liegt in der Statistik weiterhin Norwegen, wo es hohe Steuerrabatte beim Kauf von Stromautos gibt. Im ersten Halbjahr betrug der Anteil von rein batterieelektrischen Autos sowie Plugin-Hybriden 22,8 Prozent an allen verkauften Wagen.

Dahinter folgen die Niederlande. Dort stieg der Anteil leicht auf 3,3 Prozent. In Schweden (Platz 3) erreichen die Stromer erstmals die 2-Prozent-Marke. Auf den weiteren Plätzen folgen wie bisher die Schweiz (1,8 Prozent) und Dänemark (1,2 Prozent). In Süd- und Osteuropa spielen Elektroautos dagegen keine Rolle.

In Frankreich hat sich im zweiten Quartal erstmals die erhöhte Subventionierung ausgewirkt. Fahrer, die ein Dieselfahrzeug verschrotten und ein Elektroauto anschaffen, erhalten eine Prämie von 10.000 Euro. Davon profitiert besonders Renault mit dem Modell Zoe.

Europaweit haben die Hersteller nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr etwa 72.000 Elektroautos in der EU sowie der Schweiz und Norwegen abgesetzt. Das sind 77 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil ist europaweit auf knapp ein Prozent gestiegen und ist damit bereits höher als in den USA (etwa 0,5 Prozent), wo billiges Benzin den Verkauf emissionsarmer Autos erschwert.

Sehen Sie zum Vergleich die Europa-Karte für das erste Quartal 2015

Beste Autothemen auf Twitter

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung