Entschädigung in den USA Falsche Spritangaben - GM verschenkt 900-Dollar-Gutscheine

Mehrere Modelle von General Motors verbrauchen mehr Sprit als angegeben. Den US-Kunden bietet der Konzern zur Kompensation Einkaufsgutscheine von bis zu 900 Dollar und mehr oder alternativ eine Verlängerung der Garantie an. Die US-Umweltbehörde schweigt bislang zu möglichen Sanktionen.
GMC Acadia: Auch dieses Modell von GM verbraucht mehr Sprit als angegeben. Als "Wiedergutmachung" verschenkt GM Einkaufsgutscheine oder die Kunde können die Garantie verlängern lassen

GMC Acadia: Auch dieses Modell von GM verbraucht mehr Sprit als angegeben. Als "Wiedergutmachung" verschenkt GM Einkaufsgutscheine oder die Kunde können die Garantie verlängern lassen

Foto: Tannen Maury/ dpa

Der größte US-Autohersteller General Motors (GM) hat als Wiedergutmachung für fehlerhafte Angaben zum Spritverbrauch seiner Fahrzeuge ein Kompensationsprogramm gestartet. Die meisten der etwa 135.000 betroffenen US-Kunden sollen Einkaufsgutscheine im Wert von 450 bis 900 Dollar erhalten, wie der Konzern mitteilte. In einzelnen Fällen könne die Entschädigung höher oder niedriger ausfallen. Alternativ bietet GM eine Verlängerung der Garantie an.

Betroffen sind Stadtgeländewagen der Marken Chevrolet Traverse, GMC Acadia und Buick Enclave aus dem Modelljahr 2016, deren Verbrauch zu niedrig angegeben war.

GM zufolge handelte es sich um einen selbst entdeckten und unabsichtlichen Fehler, der zu falschen Werten auf den vom US-Umweltamt EPA ausgestellten Etiketten führte. Besitzer dürften aber mehr Geld für Benzin ausgegeben haben als beim Kauf erwartet.

Dem "Wall Street Journal" zufolge wurde mindestens eine Klage eines Autobesitzers eingereicht, die zu einem Sammelverfahren führen könnte. Die EPA hat sich bislang nicht zu möglichen Sanktionen gegen GM geäußert.

Das Unternehmen machte keine Angaben dazu, auf welchen Gesamtbetrag sich die Entschädigungen summieren. Die Bilanz werde nicht nennenswert belastet, hieß es lediglich.

rei/dpa
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