Chipmangel und Lieferkrise Gebrauchtwagen fast ein Drittel teurer

Corona-Pandemie, Chipmangel und Lieferengpässe haben die Autoproduktion in den vergangenen Jahren massiv behindert. Neuwagen sind kaum noch zu bekommen, nun greifen viele Verbraucher auf Gebrauchte zurück.
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Sebastian Kahnert/ DPA

Dreijährige Gebrauchtwagen sind binnen einem Jahr um fast ein Drittel teurer geworden. Im April war ein typischer drei Jahre alter Benziner beim Kauf im Autohandel 30,1 Prozent teurer als ein vergleichbares Fahrzeug ein Jahr zuvor, wie eine Auswertung des Marktbeobachters DAT ergab. Im Durchschnitt wurden für das Fahrzeug 27.900 Euro fällig. Diesel verteuerten sich sogar um 31,8 Prozent auf im Schnitt 28.960 Euro. Die Zahlen beziehen sich auf dreijährige Gebrauchte quer über alle Segmente und Marken.

Treiber des Preisanstiegs ist vor allem ein niedriges Angebot an Fahrzeugen infolge von Corona, Chipkrise und Teilemangel. Zudem waren allerdings auch die Listenneupreise der Fahrzeuge vor drei Jahren um etwa 7 Prozent gestiegen.

Die deutliche Preissteigerung bei Gebrauchten betrifft laut DAT nicht nur die dreijährigen Fahrzeuge. "Wenn das Angebot knapp ist und die Nachfrage hoch, sind auch ältere Fahrzeuge sehr gefragt", sagte ein Sprecher. Zudem würden auch ältere Fahrzeuge mit höheren Laufleistungen beim Preis nicht mehr so "abgestraft" wie früher. Dabei falle auf, dass gerade die Käufer gebrauchter Diesel bereit seien, deutlich mehr zu bezahlen.

Inzwischen sieht die DAT allerdings eine Stabilisierung der Preise. "Zumindest steigen sie nicht weiter an", sagte der Sprecher.

mg/dpa-afx