"Felicity Ace" Frachter mit tausenden VW-Luxusautos vor den Azoren gesunken

Der ausgebrannte Frachter mit knapp 4000 Autos der VW-Gruppe ist am Dienstag in rauer See im Atlantik gesunken, während das Schiff abgeschleppt wurde. Das Feuer auf der „Felicity Ace“ war am 16. Februar bei den Azoren ausgebrochen.
Ausgebrannter Frachter: "Felicity Ace" ist nun gesunken

Ausgebrannter Frachter: "Felicity Ace" ist nun gesunken

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HANDOUT / AFP

Der im Atlantik vor den Azoren in Brand geratene Frachter mit Tausenden Autos des VW-Konzerns an Bord ist gesunken. Bei einem Abschleppversuch sei Wasser in das Schiff eingedrungen, sagte der Kapitän des nächstgelegenen Hafens auf der Azoren-Insel Faial, Joao Mendes Cabecas, am Dienstag. "Das Schiff verlor seine Stabilität und sank." Es liege nun in einer Tiefe von etwa 3500 Metern auf dem Grund des Atlantik. Volkswagen bestätigte den Verlust des Schiffes und der Ladung.

In den vergangenen Tagen hatte starker Seegang Maßnahmen zur Rettung der "Felicity Ace" erschwert. Bisher sei kein Öl auf der Wasseroberfläche gemeldet worden, sagte Cabecas. Es gebe aber die Sorge, dass die Kraftstofftanks beschädigt werden könnten.

Der rund 200 Meter lange Frachter war vor knapp zwei Wochen in Brand geraten. Lithium-Ionen-Batterien von Elektrofahrzeugen hatten Feuer gefangen. Die Besatzung konnte noch am gleichen Tag gerettet werden. Eigentlich sollte die "Felicity Ace" nach dem Brand nach Europa oder zu den Bahamas geschleppt werden.

Das unter der Flagge Panamas fahrende Schiff hatte knapp 4000 Fahrzeuge verschiedener VW-Marken geladen, darunter Modelle von Porsche, Audi, Bentley und Lamborghini. Es war auf dem Weg vom wichtigsten VW-Verladehafen Emden in die USA.

Volkswagen hatte bereits in der vergangenen Woche erklärt, der Schaden an den Fahrzeugen, den Experten auf rund 155 Millionen Euro schätzen, sei durch eine Versicherung gedeckt.